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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Kenngott.

überein  und  kann  als  das  wahre  mittlere  specifische  Gewicht ­
  des  Flussspathes  angesehen  werden,  cfas  sie  selbst  dann,
wenn  man  das  Mittel  aus  den  zwischen  3-1800  und  3-1900  liegenden ­
  Zahlen  nimmt,  nur  um  ein  Tausendtheil  niedriger  ist,  was  von
gar  keinem  Belang  ist.
12.  Neues  Mineral  aus  Italien,  von  Ba.veno?
In  den  Sammlungen  des  k.  k.  Hof-Mineralien-Cahinetes  befanden
sich  zwei  Stücke  eines  dem  Apatit  ähnlichen  Minerales,  welche  aus
Italien  stammen  und  durch  Herrn  de  Filippi  in  Turin  in  denBesitz
des  genannten  Cahinetes  gelangten.  Wegen  der  äusseren  Ähnlichkeit
mit  Apatit  waren  dieselben  vorläufig  dem  Apatit  beigefügt  worden,
obgleich  das  von  W.  Hai  ding  er  bestimmte  specifische  Gewicht,
2-9S8  des  kleineren  und  2-979  des  grösseren,  diese  Stellung  bereits
zweifelhaft  finden  liess.
Obgleich  die  zwei  Stücke  allein  nicht  hinreichten,  eine  genügende ­
  Auskunft  über  alle  Eigenschaften  zu  erreichen,  da  namentlich
die  Gestaltsverhältnisse  nicht  zu  ermitteln  waren,  so  erschien  es  doch
lohnend,  eine  Untersuchung  einzuleiten,  deren  Ergebnisse  das  Nachfolgende ­
  ist:
Das  Mineral  ist  krystallinisch  und  zeigte  an  dem  einen  Stücke
zwei  Krystallflächen,  so  wie  unvollkommene  Spaltungsflächen,  deren
Lage  sich  nicht  bestimmen  liess.  Der  Bruch  ist  uneben  und  splittrig.
Es  ist  lichtgrünlich  weingelb,  durchscheinend,  glänzend,  auf  den
Krystallflächen  weniger,  auf  den  Bruchflächen  mehr,  mit  wachsartigem ­
  Glasglanze;  Strich  weiss;  Spröde,  Härte  =  ö-fi.  Sp.  G.  =  2  968
zufolge  der  Bestimmung  an  einem  sorgfältig  dazu  ausgewählten
Stücke  gefunden.
Im  Glasröhre  erhitzt  bleibt  es  unverändert  und  verliert  ein  wenig
an  Durchscheinheit;  das  Pulver  gibt  bei  starkem  Glühen  etwas  Wasser. ­
  Vor  dem  Löthrohre  auf  Kohle  schwillt  es  etwas  an,  wird  weiss,
berstet  auf  und  schmilzt  ziemlich  leicht  zu  einem  farblosen  durchsichtigen ­
  blasenfreien  Glase,  phosphorescirend,  während  des  Schmelzens
  leuchtet  die  Glaskugel  bei  der  Entfernung  aus  der  Flamme  stark,
und  bleibt  bei  der  Abkühlung  klar.  Mit  Borax  löst  es  sich  leicht  zu
klarem  farblosen  Glase,  welches  sich  nicht  verändert;  dessgleichen
mit  Phosphorsalz,  wobei  aber  das  Glas  erkaltend  sich  trübt.  Mit  Soda
auch  leicht  löslich  zu  klarem  farblosen  Glase,  welches  bei  der  Abkühlung ­
  weiss  wird.  In  Schwefelsäure  ist  es  vollkommen  löslich,  wobei
            
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