Mineralogische Notizen.
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10. Berlinerin, ein mechanisch es Gemenge.
Ein mit dem Namen Berthierin bezeichnetes Mineral von
Hayanges bei Metz im Moseldepartement in Frankreich stellt
ein oolitisches Gestein von leberbrauner oder graulichgrüner Farbe
dar, welches sehr kleine rundliche plattgedrückte, unter der Loupe
unterscheidbare Körner brauner Farbe in einem graulichgrünen
Cement verkittet enthält, welches letztere dem Ganzen die grünliche
Farbe verleiht, weil es die vorherrschende Masse bildet, wenn au.cli
die Körner sehr dicht gedrängt darin enthalten sind. Die braunen
Körner, aussen glatt und glänzend mit einem halbmetallischen
Wachsglanze, sind erfüllt mit gelbem Eisenoeher, welcher von einer
zarten Schale umgeben ist, so dass sie darin der Constitution der
Eisennieren gleichen. Bei der Zartheit und Zerbrechlichkeit der
Schalen lässt sich die Härte nicht ermitteln, und durch das Bitzen
erscheint der Strich der ganzen Masse gelb, indem jede unsanfte Berührung
eine Anzahl der Körner zerdrückt und den eingeschlossenen
Eisenocher blosslegt.
Eine Trennung der einzelnen Minerale des Brauneisenerzes
von dem Cement, um die Eigenschaften im Einzelnen zu untersuchen,
war nicht möglich.
Im Kolben geglüht gibt das Gemenge viel Wasser, wird schwarz,
dann braun oder röthlich und der eingeschlossene Eisenocher roth.
Im Wasser bleibt es unverändert, nur dass, wie sich von selbst versteht,
die Farbe dunkler wird, ln Salzsäure wird es nicht oder nur
sehr wenig aufgelöst; das hineingelegte Stück blieb ganz, nur war
die Farbe des Cements eine weisse geworden und die Salzsäure enthielt
Eisen. Getrocknet zerfiel das Stück bei geringem Drucke mit
dem Finger, und man konnte die frei gewordenen Brauneisenerzkörner
rein erhalten, wenn man das jetzt zu Pulver zerfallene Cement
durch Wasser abschwemmte. Dasselbe Verhalten zeigte sich bei der
Behandlung mit Salpetersäure. In Schwefelsäure dagegen wurde das
Cement bald aufgelöst und Kieselsäure in Flocken ausgeschieden.
11. Specifisches Gewicht des Fl ussspathes.
Das specitische Gewicht, welches bei den Mineralen unter den
physikalischen Eigenschaften die wichtigste Bolle spielt, wurde an
dem Flussspath wiederholentlich bei den verschiedenst gefärbten Abänderungen
bestimmt und zeigte auffallend geringe Differenzen. Die
Übersicht der nachfolgenden Resultate, welche aus den mit sechzig