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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Mineralogische  Notizen.  293
haft  aber  durch  die  Loupe  als  organischen  Ursprunges  erkenntlich  und
insbesondere  den  Korallen  angehörig.  Die  Farbe  ist  ein  blasses  grauliches ­
  Fleischroth.  Die  übrigen  Eigenschaften  sind  die  entsprechenden ­
  des  Quarzes  in  den  Abänderungen  Chalcedon  oder  Hornstein.
6.  Krystallgestalten  des  Kieselwismuths.
Kleine  aufgewachsene  Krystalle  von  Schneeberg  in  Sachsen, ­
  wasserheil,  weingelb  bis  braun,  durchsichtig  bis  halbdurchsichtig, ­
  stark  glasartig  glänzend,  mit  Neigung  in  den  Demantglanz,  zeigten ­
  vollständig  ausgebildete  Deltoidikositetraeder  2  0  2,  neben  anderen, ­
  welche  den  Übergang  in  das  Hemieder  darstellen.
7.  Krystallgestalten  des  Bromits.
Kleine  aufgewachsene  Krystalle  von  Plasteros  in  Mexiko,
grasgrün,  wenig  demantartig  glänzend,  halbdurchsichtig,  im  Striche
gleichfarbig  und  wachsartig  glänzend,  von  der  Härte  des  Gypses  und
sehr  milde,  zeigten  die  Combination  des  Hexaeders  und  des  Rhombendodekaeders, ­
  bald  die  eine,  bald  die  andere  Form  vorherrschend
ausgebildet.
8.  Gleichzeitig  und  gemeinschaftlich  gebildete
Krystalle  des  Pyrits  und  Markasits.
Ein  vorzüglich  schönes  Exemplar  von  Tavistak  in  Devonshire
  in  England  für  das  gleichzeitige  Vorkommen  der  beiden
dimorphen  Mineralspecies  zeigt  ganz  unwiderleglich,  dass  beide
Species  gleichzeitig  krystallisirten.  Die  Krystalle  des  Pyrits,  Pentagondodekaeder ­
  darstellend  mit  wenig  gekrümmten  und  der  Höhenlinie ­
  parallel  und  unterbrochen  gestreiften,  respective  gefurchten  Flächen ­
  auf  Quarz  aufgewachsen,  zeigen  aus  ihrer  Masse  herausragende
Krystalle  des  Markasits  in  der  Form,  welche  den  Namen  Speerkies
veranlasste.  Die  Krystalle  des  Markasits  sind  von  verschiedener
Grösse  und  zahlreich,  so  dass  die  Pyritkrystalle  wie  gespickt  erscheinen, ­
  wobei  man  aber  keineswegs  sagen  darf,  die  Markasitkrystalle
seien  aufgewachsen,  sondern  sie  sind  aus  der  Pyritmasse  krystalliniseh
  ausgeschieden  worden,  oder  was  das  Richtigste  ist,  sie  sind
vollkommen  gleichzeitig  krystallisirt  und  in  diesem  Sinne  gemeinschaftlich ­
  verwachsen  und  durchwachsen.  Kleine  Krystalle  des  Pyrits
erscheinen  dabei  wie  durch  einen  lamellaren  Krystall  des  Markasits
durchgeschnitten,  ohne  dass  die  dazwischen  liegende  Platte  die  individuelle ­
  Ausbildung  der  beiden  zusammengehörigen  Theile  hinderte.
Die  Oberfläche  einzelner  Pyritkrystalle  ist  fast  verdeckt  durch  die
            
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