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K enngott.
Der andere, ein derbes Stück, welches der echte Th oms o n’sche-Chalilith
zu sein scheint, bildete, wie man aus der Beschaffenheit
der einen Seite beurtheilen kann, auch die Ausfiillungsmasse eines
Mandelsteinhohlraumes, ist scheinbar amorph mit splittrigem Bruche,
und zeigt sich ein Stück weit mit kleinen Kügelchen bedeckt, die zum
Theil traubige Gruppen bilden oder allmählich fester und fester verwachsend
die derbe Masse bilden, bis man sie in derselben mit unbewaffneten
Augen gar nicht mehr unterscheiden kann. Bei der Betrachtung
unter der Loupe sieht man, dass die Kügelchen excentrisch fasrig
sind und dass die ganze derbe Masse aus solchen Kügelchen zusammengesetzt,
mithin krystallinisch ist. Über den Kügelchen ist ein
schwacher weisserÜberzug. Die Farbe des Chaliliths ist ein ins Fleischrotlie
fallendes blasses Blutroth; schimmernd bis matt; undurchsichtig,
bis an den Kanten durchscheinend; Strich gelhlichweiss; Härte
gleich der des Apatits und darüber; specilisches Gewicht = 2-24;
Bruch uneben oder splittrig. Spröde, aber fest.
Im Glasrohre erhitzt wird er blass oder röthlichweiss und gibt
Wasser. Vor dem Löthrohre in der Platinzange wird er weiss und
schmiltzt etwas schwieriger als der andere zu weissem weniger blasigen
Glase, dabei sich wenig aufblähend und leuchtend. Mit Borax ist
er vollkommen zu klarem wasserhellen Glase schmelzbar, dessgleichen
mit Phosphorsalz, nur wird das letztere hei der Abkühlung unklar und
trübe. Die Eisenfärbung ist bedeutend Schacher als hei dem vorigen;
mit Soda unvollständig verschmelzend.
Im Wasser bleibt er unverändert; in Salzsäure leichter löslich
als der obige, die Kieselsäure anfangs in Flocken ausscheidend, dann
damit erwärmt, eine steife Gallerte bildend. Wie in dem obigen sind
Kieselsäure, Thonerde, Kalkerde und Wasser die wesentlichen Bestandtheile,
nur ist der Gehalt an Kalkerde grösser, an Wasser
geringer.
b. Bcckit, keine selbstständige M in er a 1s p e cies.
Das mit dem Namen Beckit benannte Mineral von Paynton
in Devonshire in England (Dufrenoy, Tratte de Min.
Tom. 111,750) ist keine selbstständige Mineralspecies, sondern nichts
weiter als in Kieselsubstanz versteinerte Koralle, eingewachsen in
dichtem grauen Kalkstein. Die aus dem Kalkstein zufällig lierausragenden
oder durch Behandlung mit Salzsäure blossgelegten krummflächigen
Gestalten sind schon für das unbewaffnete Auge, unzweifel-