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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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K  enngott.

Der  andere,  ein  derbes  Stück,  welches  der  echte  Th  oms  o  n’sche-Chalilith
  zu  sein  scheint,  bildete,  wie  man  aus  der  Beschaffenheit
der  einen  Seite  beurtheilen  kann,  auch  die  Ausfiillungsmasse  eines
Mandelsteinhohlraumes,  ist  scheinbar  amorph  mit  splittrigem  Bruche,
und  zeigt  sich  ein  Stück  weit  mit  kleinen  Kügelchen  bedeckt,  die  zum
Theil  traubige  Gruppen  bilden  oder  allmählich  fester  und  fester  verwachsend ­
  die  derbe  Masse  bilden,  bis  man  sie  in  derselben  mit  unbewaffneten ­
  Augen  gar  nicht  mehr  unterscheiden  kann.  Bei  der  Betrachtung ­
  unter  der  Loupe  sieht  man,  dass  die  Kügelchen  excentrisch  fasrig
sind  und  dass  die  ganze  derbe  Masse  aus  solchen  Kügelchen  zusammengesetzt, ­
  mithin  krystallinisch  ist.  Über  den  Kügelchen  ist  ein
schwacher  weisserÜberzug.  Die  Farbe  des  Chaliliths  ist  ein  ins  Fleischrotlie
  fallendes  blasses  Blutroth;  schimmernd  bis  matt;  undurchsichtig, ­
  bis  an  den  Kanten  durchscheinend;  Strich  gelhlichweiss;  Härte
gleich  der  des  Apatits  und  darüber;  specilisches  Gewicht  =  2-24;
Bruch  uneben  oder  splittrig.  Spröde,  aber  fest.
Im  Glasrohre  erhitzt  wird  er  blass  oder  röthlichweiss  und  gibt
Wasser.  Vor  dem  Löthrohre  in  der  Platinzange  wird  er  weiss  und
schmiltzt  etwas  schwieriger  als  der  andere  zu  weissem  weniger  blasigen ­
  Glase,  dabei  sich  wenig  aufblähend  und  leuchtend.  Mit  Borax  ist
er  vollkommen  zu  klarem  wasserhellen  Glase  schmelzbar,  dessgleichen
mit  Phosphorsalz,  nur  wird  das  letztere  hei  der  Abkühlung  unklar  und
trübe.  Die  Eisenfärbung  ist  bedeutend  Schacher  als  hei  dem  vorigen;
mit  Soda  unvollständig  verschmelzend.
Im  Wasser  bleibt  er  unverändert;  in  Salzsäure  leichter  löslich
als  der  obige,  die  Kieselsäure  anfangs  in  Flocken  ausscheidend,  dann
damit  erwärmt,  eine  steife  Gallerte  bildend.  Wie  in  dem  obigen  sind
Kieselsäure,  Thonerde,  Kalkerde  und  Wasser  die  wesentlichen  Bestandtheile,
  nur  ist  der  Gehalt  an  Kalkerde  grösser,  an  Wasser
geringer.
b.  Bcckit,  keine  selbstständige  M  in  er  a  1s  p  e  cies.
Das  mit  dem  Namen  Beckit  benannte  Mineral  von  Paynton
in  Devonshire  in  England  (Dufrenoy,  Tratte  de  Min.
Tom.  111,750)  ist  keine  selbstständige  Mineralspecies,  sondern  nichts
weiter  als  in  Kieselsubstanz  versteinerte  Koralle,  eingewachsen  in
dichtem  grauen  Kalkstein.  Die  aus  dem  Kalkstein  zufällig  lierausragenden
  oder  durch  Behandlung  mit  Salzsäure  blossgelegten  krummflächigen
  Gestalten  sind  schon  für  das  unbewaffnete  Auge,  unzweifel-
            
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