Mineralogische Notizen.
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der breiteren Prismenfläche und die glatten Spaltungsflächen zeigten
starken Perlmutterglanz. Die kleinen Individuen sind durchsichtig
und fast farblos, nur in Menge bilden sie blassgrünliche durchscheinende
Massen. Die Härte ist die des Apatites und erscheint bisweilen
höher bis zu der des Quarzes. Der Unterschied, welcher sich auch
bei ähnlichen Bildungen zeigt, liegt entweder in der innigen Verwachsung
mit Quarz, wodurch das in der That weichere Mineral härter
erscheinen kann, oder darin, dass das in der That härtere Mineral
ähnlich dem Cyanit seine Härte mit gewissen Umständen vereint verschieden
zeigt, welche von der Lage der Spaltungsflächen und der
individuellen Ausbildung abhängig sind. Das Letztere mag auch hier
der Fall sein. Das Strichpulver ist weiss, das Mineral spröde.
2. Über die Beschaffenheit des Baralits.
Der Baralit von Bar a Ion, Cöte du Nord in Frankreich,
stellt eine grünlichschwarze schimmernde, undurchsichtige Masse
dar, deren Härte ungefähr die des Flussspathes ist und dessen Strichpulver
etwas lichter, graulichgrün ist. Im Glaskolben geglüht gibt er
reichlich neutrales Wasser und wird bräunlich; vor dem Löthrohre
ist er für sich unschmelzbar oder rundet sich ein wenig an den Kanten
ah. Mit Borax gibt er ein stark auf Eisen reagirendes Glas, welches
nach der Abkühlung klar bleibt, während das mit Phosphorsalz
erhaltene unklar wird; mit Soda verschmilzt er nur theilweise und
gibt keinen Mangangehalt zu erkennen, ln Salzsäure ist er unvollständig
löslich. Als Bestandtheile wurden Kieselsäure, Thonerdc,
Eisenoxyd, Kalkerde, Talkerde und Wasser gefunden.
Die Masse des Baralits ist porös, die Blasenräume sind durch
eine Hinneigung der ganzen Masse zum Schiefrigen platt mandelförmig
oder sphäroidisch, hin und wieder sind grössere unregelmässig
gestaltete Räume sichtbar. Die erstgenannten Blasenräume sind mit
einer kohlenschwarzen erdigen oder festen und dann im Striche
glänzenden Masse erfüllt, welche Magneteisenerz ist. Dasselbe,
so wie der Baralit wirken stark auf den Magnet ein. Eine sehr
geringe Menge Wassers, welche das erdige Magneteisenerz in dem
Glasrohre beim Glühen zeigte, dürfte kaum als etwas anderes, als
hygroskopisches Wasser anzusehen sein. Die grossen unregelmässig
gestalteten Räume zeigen an ihren Wandungen nur einen dünnen
Lberzug oder kleine stalaktitische Partien des Magneteisenerzes,
dessen Bildung eine secundäre ist, indem es sich in diesen, so wie