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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Naturgeschichte  der  Insecten.

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lang,  allmählich  verschmälert,  so  dass  letzterer  kaum  so  breit  als  der
Kopf  ist,  alle  acht  haben  nur  mikroskopisch  sichtbare  Haarwärzchen,
welche  farblos  aber  glänzend  und  mit  einer  Borste  besetzt  sind;  der
Afterabschnitt  ist  beinahe  %  schmäler  aber  nochmal  so  lang  als
der  eilfte,  ist  hinter  der  Mitte  noch  um  ein  Drittheil  verschmälert,
und  am  Hinterrande  in  der  Mitte  ziemlich  tief  ausgerandel.
Die  hlass-bisterhraunen  Puppen  sind  fast  Vs  kürzer  als  die
Raupen,  y 4  so  dick  als  lang  rund,  kegelförmig,  Kopf  gespitzt,  der
Afterabschnitt  knopfFörmig,  abgerundet,  an  der  Bauchseite  reichen
die  Flügelscheiden  bis  zum  Hinterrande  des  neunten,  die  der  Hinterbeine ­
  aber  beinahe  bis  an  den  Vorderrand  des  letzten  Abschnittes,
am  Rücken  sind  alle  Hinterleibsabschnitte  mit  kurzen  Stiftchen  ganz
besäet.
Erklärung  der  Abbildungen.
Tafel  V.
Fig.  1.  Eine  Raupe.
„  2.  Die  Oberlippe.
„  3.  Ein  Oberkiefer.
„  4.  Ein  Unterkiefer.
„  5.  Die  Unterlippe  mit  dem  Kinn.
„  6.  Ein  Fühler.
„  7  a)  Eine  Puppe  von  der  Bauchseite.
„  7  b)  Eine  Puppe  vom  Rücken.
„  8.  Ein  entschuppter  Vorderflügel.
„  9.  Ein  solcher  Hinterflügel.
„  10.  Ein  Ei.
„  11.  Pappelblatt  mit  dem  ausgefressenen  Blattmale.

Naturgeschichte  der  Tischeria  Gaunacella  f.  r.
Diese  schöne  Schabenart  wurde  zuerst  von  meinem  Freunde,
Hrn.  J.  Schäffer,  bei  Mödling  entdeckt  und  mir  ihre  Aufenthaltsorte ­
  von  ihm  bekannt  gemacht;  es  gelang  mir  bald,  die  Raupen  zu
entdecken,  aber  die  Lebensgeschichte  genau  zu  beobachten  war  mit
vielen  Schwierigkeiten,  ihrer  Kleinheit  wegen,  verbunden,  und  ich
musste  jährlich  neue  Versuche  machen,  um  das  noch  Mangelnde  zu
erforschen.
Es  überwintern  sowohl  Räupchen  als  auch  Puppen  in  den  abgefallenen ­
  Blättern  des  Hagedorn,  die  Schmetterlinge  aber  unter
Baumrinde  u.  dgl.
            
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