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Ausbeutung der reichsten Fundorte ergänzt worden waren. Ausser
diesen herrlichen Sammlungen, denen alle ahgcbildeten Exemplare
entlehnt sind, verdanke ich vielen Privaten werthvolle Beiträge. —
Die Vergleichung der Arten geschah mit Zugrundelegung der ausgezeichneten
Sammlung des k. k. Hofmineralien-Cabinetes, und es
ward mir möglich in der reichen Bibliothek dieses Cabinetes, die
bisher schon nahe 200 Numern zählende Reihe von Werken, Abhandlungen
und Notizen ohne eine einzige Lücke zu Rathe zu ziehen.
Aus Privatnachrichten habe ich reiche Belehrung über zweifelhafte
Vorkommnisse des Auslandes geschöpft, und die Herren v. Hauer
und Hörnes, auf deren Anregung diese Untersuchungen einst
begonnen wurden, sind mir auch während der Arbeit mit freundlichen
Rathschlägen zur Seite gestanden. Ich erlaube mir diesen
Anstalten und Gelehrten meinen Dank öffentlich abzustatten.
Wenn aber die glückliche Lage, in der ich mich durch die
reiche Fülle an Mitteln befinde, strengere Ansprüche an das Ergebniss
zu rechtfertigen scheinen sollte, so muss ich andererseits
auch auf die Schwierigkeiten hindeuten, die jeder derartigen Arbeit
über die östlichen Alpen im Wege stehen. — Eine auf Untersuchung
der Lagerungsverhältnisse der Unter- Abtheilungen des
Alpen-Kalkes gestützte Grundlage fehlt beinahe ganz. Bis zur
Gründung der k. k. geologischen Reichsanstalt hat man alle der Trias
und dem Jura angehörigen Gesteine unter dem Collectiv-Namen
Alpenkalk zusammengefasst. Und wirklich ist, bei den ungeheueren
Hebungen und Umstürzungen, welche die geschichteten
Gesteine der Alpen erfahren haben, und bei der staunenerregenden
Mächtigkeit einzelner Lagen eine Bestimmung der Überlagerung
selten möglich oder zuverlässig, die Verfolgung interessanter Linien
oder Grenzen aber ist wegen der Terrain-Hindernisse nur selten
ausführbar. — Hierzu kömmt noch, dass sowohl die triassische, als
auch die Rassische Fauna unserer Alpen durch viele Eigenthümlichkeiten
ausgezeichnet ist. Auch unter den Brachiopoden sind bei
weitem die meisten, und oft gerade die häufigsten Arten neu, und
die Zahl jener Arten, die als Anhaltspunkte zu einer Vergleichung
mit fremden Vorkommnissen dienen könnten, ist daher leider nur
gering.
Viele Reisende haben, vielleicht geblendet durch den überwältigenden
Eindruck, den der grosse Contrast der physikalischen