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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Ausbeutung  der  reichsten  Fundorte  ergänzt  worden  waren.  Ausser
diesen  herrlichen  Sammlungen,  denen  alle  ahgcbildeten  Exemplare
entlehnt  sind,  verdanke  ich  vielen  Privaten  werthvolle  Beiträge.  —
Die  Vergleichung  der  Arten  geschah  mit  Zugrundelegung  der  ausgezeichneten ­
  Sammlung  des  k.  k.  Hofmineralien-Cabinetes,  und  es
ward  mir  möglich  in  der  reichen  Bibliothek  dieses  Cabinetes,  die
bisher  schon  nahe  200  Numern  zählende  Reihe  von  Werken,  Abhandlungen ­
  und  Notizen  ohne  eine  einzige  Lücke  zu  Rathe  zu  ziehen.
Aus  Privatnachrichten  habe  ich  reiche  Belehrung  über  zweifelhafte
Vorkommnisse  des  Auslandes  geschöpft,  und  die  Herren  v.  Hauer
und  Hörnes,  auf  deren  Anregung  diese  Untersuchungen  einst
begonnen  wurden,  sind  mir  auch  während  der  Arbeit  mit  freundlichen ­
  Rathschlägen  zur  Seite  gestanden.  Ich  erlaube  mir  diesen
Anstalten  und  Gelehrten  meinen  Dank  öffentlich  abzustatten.
Wenn  aber  die  glückliche  Lage,  in  der  ich  mich  durch  die
reiche  Fülle  an  Mitteln  befinde,  strengere  Ansprüche  an  das  Ergebniss
  zu  rechtfertigen  scheinen  sollte,  so  muss  ich  andererseits
auch  auf  die  Schwierigkeiten  hindeuten,  die  jeder  derartigen  Arbeit
über  die  östlichen  Alpen  im  Wege  stehen.  —  Eine  auf  Untersuchung
der  Lagerungsverhältnisse  der  Unter-  Abtheilungen  des
Alpen-Kalkes  gestützte  Grundlage  fehlt  beinahe  ganz.  Bis  zur
Gründung  der  k.  k.  geologischen  Reichsanstalt  hat  man  alle  der  Trias
und  dem  Jura  angehörigen  Gesteine  unter  dem  Collectiv-Namen
Alpenkalk  zusammengefasst.  Und  wirklich  ist,  bei  den  ungeheueren ­
  Hebungen  und  Umstürzungen,  welche  die  geschichteten
Gesteine  der  Alpen  erfahren  haben,  und  bei  der  staunenerregenden
Mächtigkeit  einzelner  Lagen  eine  Bestimmung  der  Überlagerung
selten  möglich  oder  zuverlässig,  die  Verfolgung  interessanter  Linien
oder  Grenzen  aber  ist  wegen  der  Terrain-Hindernisse  nur  selten
ausführbar.  —  Hierzu  kömmt  noch,  dass  sowohl  die  triassische,  als
auch  die  Rassische  Fauna  unserer  Alpen  durch  viele  Eigenthümlichkeiten
  ausgezeichnet  ist.  Auch  unter  den  Brachiopoden  sind  bei
weitem  die  meisten,  und  oft  gerade  die  häufigsten  Arten  neu,  und
die  Zahl  jener  Arten,  die  als  Anhaltspunkte  zu  einer  Vergleichung
mit  fremden  Vorkommnissen  dienen  könnten,  ist  daher  leider  nur
gering.
Viele  Reisende  haben,  vielleicht  geblendet  durch  den  überwältigenden ­
  Eindruck,  den  der  grosse  Contrast  der  physikalischen
            
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