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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

282  Kn  er.  Über  die  Hypostomiden,  oder  die  2.  Hauptgruppe  der  Panzerfische.

schrieben.  Von  den  übrigen  13  Arten  erkannten  zwar  schon  Natter ­
  er  seihst  und  mit  ihm  Hr.  Heckei  mehrere  als  neu,  sie  werden
aber  hier  sämmtlich  zum  ersten  Male  veröffentlicht.  —  Dass  eine
so  zahlreiche  Gruppe  von  Fischen  trotz  aller  wesentlichen  Übereinstimmung ­
  doch  wieder  mannigfache  Unterscheidungsmerkmale
darbietet,  wird  Keinen  befremden,  der  mit  dieser  proteusgestaltigen
Thierclasse  einiger  Massen  vertraut  ist.  Schon  Valenciennes  hat
daher  mehrere  dieser  Merkmale  benützt  zur  Vereinigung  der  verschiedenen ­
  Arten  in  untergeordnete  Gruppen,  die  ich  im  Wesentlichen ­
  beibehalten  und  nur  etwas  schärfer  hervorheben  zu  dürfen
glaube.
Alle  Hypostomiden  scheinen  mir  zunächst  in  zwei  natürliche
Gruppen  vereinbar:  I.  in  solche  ohne  Hackenbündel  an  der
Innenseite  des  aufhebbaren  Zwischendeckels,  und  II.  in  solche  mit
derlei  Hackenbündeln.  Erstere  wären  etwa  als  ln  er  m  es  oder
Clypeati  schlechtweg  zu  bezeichnen,  letztere  als  Lictores  oder
Ancistri  (ayxtarpov,  Widerhacken).  In  beiden  Gruppen  kommen
a.  th  eil  weise  nackte  und  ft.  ganz  beschilderte  Arten  vor,
nur  in  der  ersten  dagegen,  solche,  die  sich  durch  ihre  gestreckte
Form  und  andere  Merkmale  zunächst  den  Loricarinen  anreihen.
Unter  den  theilweise  nackten  Inermes  (I.  a)  dürfte  auch  die
Gattung  iSisor  ihren  Platz  linden,  die  zugleich  durch  ihre  gestreckte
Gestalt,  Bildung  des  Mundsegels,  Candalfaden  u.  s.  w.  den  Loricarien
am  nächsten  steht,  während  dagegen  unter  den  ganz  beschilderten ­
  Inermes  (I.  b.)  letzteres  mit  den  Arten  Hyp.  cmarginutus
  C.  V.  und  horridus  n.  sp.  der  Fall  ist.  Der  Übergang  zu  den
Lictoren,  die  sämmtlich  von  gedrungenerForm  und  kurzgeschwänzt
sind,  wird  hinwieder  durch  eine  Untergruppe  von  ganz  beschilderten
Inermes  vermittelt,  zu  welcher  Hyp.  plecostomus,  Commersonii
u.  e.  A.  gehören.  —  Die  Gruppe  der  Lictoren  (II.)  scheidet  sich
ganz  einfach  in  die  beiden  Untergruppen:  a.  ganz  Beschilderte
und  ft.  theilweise  Nackte,  von  welchen  erstere  7  Arten  umfasst,
darunter  6,  neue  letztere  o  und  darunter  die  Gattung  Cliaatostomus,
und  3  andere  neue  Arten.
            
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