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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

oder  die  zweite  Hauptgruppe  der  Panzerfische.

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Valenciennes  würde  wohl  dasselbe  getlian  haben,  wenn  ihn
nicht  das  vorherrschende  Nacktsein  der  Haut  dieses  Fisches  davon
abgehalten  hätte.  Denn  es  finden  sich,  wie  angegeben  wird,  an  ihr
nur  inselförmig  Knochenschildchen  abgelagert;  doch  dürfte  dies
schwerlich  als  entscheidendes  Merkmal  anzusehen  sein,  um  bei  der
übrigen  augenfälligen  Ähnlichkeit  mit  der  Familie  der  Loricata  diese
Gattung  davon  auszuscheiden.  Der  allmähliche  Übergang  zu  ihr  wird
ja,  wie  bereits  erwähnt,  durch  andere  theilweise  nackte  Arten  deutlich ­
  vermittelt,  ferner  lässt  sich  gerade  bei  dieser  Familie  nachweisen,
  dass  die  stärkere  oder  schwächere  Entwickelung  der  Hautknochen ­
  zum  Theile  von  Alter  und  Geschlecht  abhänge,  und  endlich
liefern  auch  noch  andere  Familien  Belege,  dass  die  Hautbedeckung
nicht  immer  von  solcher  Wichtigkeit  sei,  um  als  verlässliches  Merkmal ­
  in  den  Familien-Charakter  aufgenommen  werden  zu  können.
Ich  erlaube  mir  diesfalls  nur  an  die  Cyprinoiden  zu  erinnern,  aus
welcher  die  gänzlich  schuppenlose  Gattung  Aulopyge  als  Beispiel
zum  Belege  des  Gesagten  genügen  möge.
So  lange  der  innere  Bau  der  Gattung  Sisor  nicht  bekannt  ist,
erscheint,  wie  gesagt,  die  Stellung  derselben  im  System  allerdings
nicht  gesichert,  doch  ist  selbe  mit  grösster  Wahrscheinlichkeit  in
der  Familie  der  Panzerfische  die  richtige,  und  ich  glaubte  daher
derselben  hier  um  so  mehr  erwähnen  zu  müssen,  als  diese  Gattung
bisher  der  einzige,  aber  zugleich  grösste  Repräsentant  jener  in
America  so  zahlreich  vertretenen  Familie  ist,  welchen  man  aus  der
sogenannten  alten  Welt,  Asien  kennt.
Die  Gruppe  der  Hypostomiden  scheint  übrigens  im  Ganzen
zahlreichere  Arten  aufzuweisen  zu  haben,  als  jene  der  Loricarinen.
Schon  bei  Valenciennes  findet  sich  eine  grössere  Zahl  von  ihnen
beschrieben;  und  in  vorliegender  Arbeit  wird  diese  noch  durch  fast
ebenso  viele  neue  Arten  vermehrt.  Sie  umfasst  nämlich  21  Species
dieser  Familie,  unter  denen  bloss  folgende  7  in  der  Histoirc  des
poissons  angeführt  werden:  Hypost.  plecostomus,  punctatus,
Commersonii,  duodecimalis,  emarginatus  und  cirrhosus.  (Hiebei
bemerke  ich  aber,  dass  ich  die  beiden  Valenciennes’schen  Arten
1  lecostomus  und  Verres  vereinigen  zu  müssen  glaubte.)  Eine  aus
I  sc  hu  di’s  Sammlung  gerettete  schöne  Art  wurde  bereits  vom
Ilrn.  Akademiker  Heckei  als  neue  Gattung  aufgestellt  und  in  der
Fauna  peruviana  unter  dem  Namen  Chaetostomus  loborrhynchus  be-Silzb.
  d.  mathem.-naturw.  CI.  X.  lid.  III.  Hit.

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