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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Notiz  über  deu  Widerstand  des  Eisendrathes  im  elektrischen  Strome.  277

womit  abermals  die  Beobachtungen  im  galvanischen  Strom  übereinstimmen. ­

Somit  stand  fest,  dass  der  Eisendrath  im  elektrischen  Strome
nicht  nur  einen  stärkeren  Widerstand  leistet,  sondern  auch  dem  Gesetze ­
  vom  Querschnitte  nicht  folgt.  Ich  erinnerte  mich  hierbei  noch
einer  früheren  inPogg.  Ann.  Bd.  61,  p.  64,  mitgetheilten  Beobachtung,
wornach  zwei  Eisendräthe  jeder  von  4'  Länge  die  Widerstände  0  •  299
und  0-409  gegeben  batten,  obschon  jener  einen  Durchmesser  von
0-428,  dieser  von  0-242  Linien  batte.  Um  näheren  Aufschluss  zu
erhalten,  liess  ich  aus  demselben  Eisen  7  Drathsorten  ziehen  und
nahm  zur  Bestimmung  der  Widerstände  4'  Eis.  I  (()"'•  217  Durchmesser), ­
  4'  Eis.  II  (0"'-245  Durchm.),  5'  Eis.  III  (0'"•  273Durehm.),
5'Eis.  IV  (0"'-296  Durchm.),  6'  Eis.  V  (0"'-337  Durchm.),  6'  Eis.
VI  (0‘"•  358  Durchm.),  7'  9"  Eis.  VII  (0"'-4o2  Durchm.),  dazu
16-8  Zoll  Platindrath  (P)  (0"'•  081  Durchmesser).  Die  Widerstände ­
  waren:

Batt.  2  Fl.

Mittel

Batt.  3  Fl.

(P)  0-574  0-573
Eis.  I.  0-587  0-573
II.  0-533  0-522
III.  0-638  0-619
IV.  0-568  0-573
V.  0-648  0-647
VI  0-592  0-628
VII.  0-669  0-657

0-573  oder  1-00
0-580  „  1-01
0-528  „  0-92
0-628  „  1-08
0-571  „  1-00
0-648  „  1-11
0-610  „  1-07
0-663  „  1-16

0-619  oder  100
0-610  „  0-98
0-553  „  0-89
0-637  „  1-03
0-600  „  0-97
0-660  „  1-07
0-619  „  1-00

0-670

1-08

Diese  Beobachtungen  beweisen  nicht  nur,  dass  der  Widerstand
des  Eisens  im  Verhältnisse  zum  Platin  bedeutender  ist,  sondern  zeigen ­
  auch,  dass  Eisendräthe  von  verschiedenem  Querschnitte  den  elektrischen ­
  Strom  fast  genau  im  Verhältnisse  zu  ihrem  Durchmesser  hemmen. ­
  Ausserdem  scheint  zu  folgen,  dass  der  Widerstand  des  Eisens
grösser  wird,  wenn  die  Batterie  weniger  Flaschen  enthält,  der  Strom
also  kürzere  Zeit  dauert.
Da  bei  den  Versuchen  in  der  vorstehenden  Abhandlung  der  Strom
aus  einem  Flaschenpaar  kam,  dessen  Kraft  nur  einer  von  den  bisher
gebrauchten  älteren  Flaschen  gleich  ist^  so  untersuchte  ich  die
Widerstände  der  dort  gebrauchten  Dräthe  noch  einmal  mit  Batterie
(4),  geladen  bis  /=S0-75.  Ich  erhielt
            
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