Notiz über den Widerstand des Kisendrathes im elektrischen Strome. 2 71)
Notiz über den Widerstand des Eisendraih.es im elektrischen
Strome.
Von K. AV. Knochen haue r.
Als ich mich vor zwei Jahren mit der Behandlung einer neu erhaltenen
Sinusboussole bekannt machen wollte, mass ich um damit
zugleich einen ernstem Zweck zu verbinden von einigen Dräthen die
Widerstände, die ich hernach im elektrischen Strome mit dem Luftthermometer
zu bestimmen gedachte; es sollte mir dies den allgemein
angenommenen, doch soviel ich weiss, nirgends geprüften Satz bestätigen,
dass die Widerstände verschiedener Dräthe in beiden Stromarten,
der galvanischen und der elektrischen, in gleichem Verhältnisse
zu einander ständen. Ich wählte Dräthe, wie sie mir gerade zur
Hand waren, eine Platinspirale (/*. S), eine Neusilberspirale (IV. S).
einen feinen Eisendrath (12) ebenfalls zu einer Spirale gewunden;
dazu fügte ich, weil die Widerstände gering waren, noch 16-8 Zoll
Platindrath von 0-081 Linien Durchmesser (1°), 4'Neusilberdrath
(IV) und einen längeren stärkeren Eisendrath (EE). Den galvanischen
Strom gab ein mit sehr schwacher Säure geladenes kleines
Grove’sches Element; zwischen dem ersten und zweiten Versuche
hatte es Stunde geschlossen gestanden, im dritten war es mit
fast reinem Wasser geladen.
Der erste Versuch gab im Mittel aus 3 Beobachtungsreihen
Widerst. (E) =0 0305 oder = 0-25
„ (P.S) = 0-1226 „ =100
„ (IV.S) = 0 0543 „ =0-44,
der zweite im Mittel aus 2 Reihen
Widerst. (E) + (££) = 0 • 0623 oder = 0-42
„ (P.S) + (P) = 0-1498 „ =1-00
„ (IV. Ä) + (N) =0-2333 „ =1-56,
der dritte ebenfalls im Mittel aus 2 Reiben
Widerst. (E) -f (EE) =0 0562 oder = 0-40
„ (PS) + (P) = 0-1392 „ =1-00
„ (N. S) + (N) =0-2153 „ =1-55.