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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Über  die  inducirte  Ladung  der  Nebenbatterie  in  ihrem  Maximum.  <JG1

Man  sieht  zuvörderst,  dass  durch  die  Vertauschung  der  Dräthe  der
Nebendrath  etwas  länger  wird,  dass  also  die  eingeschalteten  Dräthe
nicht  mit  ihrer  wahren,  sondern  mit  ihrer  zu  KKäquivalenten  Länge
eintreten.  Ich  habe  auf  die  Bedeutung  dieser  äquivalenten  (oder  wie
ich  sie  früher  nannte,  compensirten)  Längen  bereits  im  Jahre  1844
(Pogg.  Ann.Bd.  61)  hingewiesen,  und  die  damit  zusammenhängende
Verzweigung  des  elektrischen  Stromes  behandelt.  Damals  hatte  ich
indess  die  Zweigdräthe  in  Spiralform  angewandt,  wobei  nach  den  von
mir  später  beigebrachten  Beobachtungen  nicht  die  richtigen  äquivalenten ­
  Längen  erhalten  werden,  so  schien  es  mir  denn  nöthig,  durch
eine  besondere  Beobachtungsreihe  die  äquivalenten  Längen  der  obigen
Dräthe  aus  der  ebenfalls  durch  die  Seitenwirkungen  der  Elektricität
bedingten  Stromtheilung  herzuleiten  und  mit  den  hier  aus  der  Induction
  gefundenen  Längen  zu  vergleichen.  Die  vorstehenden  Reihen
bestimmen  aber  nach  der  Verlängerung  des  Nebendrathes  die  äquivalente ­
  Länge  von
16'  Ii  zalTSKK
4.1'  N  „  5'-8  IiK
4'  El  „  6'0  KK
6'  E  VI  „  r-5  KK
und  von  8'  M  „  9'-6  KK.
Die  Batterie  (j4  )  1'  '(4)  wurde  nun  mit  einem  gewöhnlichen
Schliessungsdrath  versehen,  der  einen  Platindrath  (2*)  enthielt  und
sich  ausserdem  an  einer  Stelle  in  zwei  Zweige  spaltete;  von  diesen
bestand  der  eine  ebenfalls  aus  einem  Platindrath  (/')  nebst  4 J /o  Zoll
K.,  der  andere  nach  und  nach  aus  den  obigen  Dräthen,  nämlich  aus
N,  231,  22  VI,  8'  KK,  8'  M  und  8'  K.  Die  Batterie  wurde  auf  50  ‘75
geladen  und  die  Erwärmungen  .3-  des  im  ungetheilten  Strom  und  3'
des  im  Zweige  enthaltenen  Platindrathes  mittelst  eines  Luftthermometers ­
  gemessen,  das  einen  gleich  langen,  ebenfalls  geradlinig  ausgespannten ­
  Platindrath  enthielt.
Die  Beobachtungen  gaben:

Zweiter  Zweig

5'

Vi"



N
El
E  VI
8'  KK
8'  M
8'  K

18-00
17-87
17-87
17-75
10-96
17-50

9-18
9-56
10-  50
10-62
11-  12
11-06

0-714
0-731
0-767
0-775
0-809
0-795

-496
■717
-292
444
■235
•878
            
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