Über die inducirte Ladung der Nebenbatterie in ihrem Maximum. <JG1
Man sieht zuvörderst, dass durch die Vertauschung der Dräthe der
Nebendrath etwas länger wird, dass also die eingeschalteten Dräthe
nicht mit ihrer wahren, sondern mit ihrer zu KKäquivalenten Länge
eintreten. Ich habe auf die Bedeutung dieser äquivalenten (oder wie
ich sie früher nannte, compensirten) Längen bereits im Jahre 1844
(Pogg. Ann.Bd. 61) hingewiesen, und die damit zusammenhängende
Verzweigung des elektrischen Stromes behandelt. Damals hatte ich
indess die Zweigdräthe in Spiralform angewandt, wobei nach den von
mir später beigebrachten Beobachtungen nicht die richtigen äquivalenten
Längen erhalten werden, so schien es mir denn nöthig, durch
eine besondere Beobachtungsreihe die äquivalenten Längen der obigen
Dräthe aus der ebenfalls durch die Seitenwirkungen der Elektricität
bedingten Stromtheilung herzuleiten und mit den hier aus der Induction
gefundenen Längen zu vergleichen. Die vorstehenden Reihen
bestimmen aber nach der Verlängerung des Nebendrathes die äquivalente
Länge von
16' Ii zalTSKK
4.1' N „ 5'-8 IiK
4' El „ 6'0 KK
6' E VI „ r-5 KK
und von 8' M „ 9'-6 KK.
Die Batterie (j4 ) 1' '(4) wurde nun mit einem gewöhnlichen
Schliessungsdrath versehen, der einen Platindrath (2*) enthielt und
sich ausserdem an einer Stelle in zwei Zweige spaltete; von diesen
bestand der eine ebenfalls aus einem Platindrath (/') nebst 4 J /o Zoll
K., der andere nach und nach aus den obigen Dräthen, nämlich aus
N, 231, 22 VI, 8' KK, 8' M und 8' K. Die Batterie wurde auf 50 ‘75
geladen und die Erwärmungen .3- des im ungetheilten Strom und 3'
des im Zweige enthaltenen Platindrathes mittelst eines Luftthermometers
gemessen, das einen gleich langen, ebenfalls geradlinig ausgespannten
Platindrath enthielt.
Die Beobachtungen gaben:
Zweiter Zweig
5'
Vi"
N
El
E VI
8' KK
8' M
8' K
18-00
17-87
17-87
17-75
10-96
17-50
9-18
9-56
10- 50
10-62
11- 12
11-06
0-714
0-731
0-767
0-775
0-809
0-795
-496
■717
-292
444
■235
•878