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in prismatischen Krystallen mit
Hilfe des polarisirten Lichtes. 207
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2. Glimmer aus Zwiesel. Sehr deutlich und vollständig
ausgebildete Individuen, welche ähnlich den bekannten zweihörnigen
Gypszwillingen gestaltet sind. Dieselben liegen etwas schief über
einander, so dass die Projection der oberen Fläche die untere gerade
kreuzt. Die Individuen zeigen deutlich
die Abstumpfungsfläche von Pr -|- oo,
während an ihrer Berührungsstelle auch
Pr oo vorhanden zu sein scheint.
Die Winkel sind: a=119°40', 6 = 61°,
c=120°. Oberfläche normal den Seiten
von P -f- oo gestreift und gerissen,
deutlich theilbar; in der Mitte parallel
der grossen Diagonale gekrümmt und
zum Tlieil schuppig blättrig. An den
Zusammensetzungsstellen sind die Individuen
theils scharf geschieden, theils in einander übergreifend mit
den Seiten von Proo. Silberweiss glänzend, vollkommen durchsichtig,
nach Pr-j-oo faserig.
Formel des Zwillings p(P -f- oo).
Die Ebene der optischen Axen trifft mit der längeren Diagonale
der Basis zusammen; Axenwinkel = 74°.
In Zwiesler Glimmer kommen Quarzblättchen eingeschlossen
vor, welche bei gleichförmiger Dicke und ziemlich glatter Oberfläche
in der Turmalinzange alle die Erscheinungen des senkrecht aut die
Axe geschliffenen Bergkrystalles zeigen. Sie sind linksdrehend und
haben eine Dicke von 0-2"' —0-4'". Ihre krystallographische Axe
steht demnach parallel der des Glimmers.
3. Glimmer von Zinnwald. Mitten unter sehr deutlich
ausgebildeten Individuen,
welche alle mehr minder
sechsseitigen Tafeln ähnlich
sind, fiel mir ein
ziemlich unregelmässig
gestalteter Krystall auf,
der ein unregelmässiges
Fünfeck bildete. Die Winkel
desselben sind: a —
60° 12', b = 119° 55',
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