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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Beiträge  aur  Naturgeschichte  der  Insecten.
Die  Raupen  bewegen  sich  bei  Berührung  des  Blattes  sehr
schnell  vorwärts  und  rückwärts,  verlassen  aber  nur  selten  bei  solcher
Gelegenheit  ihren  Aufenthaltsort;  auch  die  Puppen  schnellen  itn
Gespinnst  mit  dem  Hinterleib  rechts  und  links,  um  ihre  Feinde,  die
kleinen  Mikrogaster,  abzuwehren.
Die  Weibchen  tragen  dreissig  bis  vierzig  Eier,  wo  durch  das
einzelne  Ablegen  und  die  Witterungsverhältnisse  es  geschieht,  dass
man  den  Sommer  hindurch  bis  zunt  Spätherbst  alle  Methaüiorphosen-Stände
  antrifft.
Da  die  Raupen  einzeln  auf  den  Blättern  leben,  und  nur  wenig ­
  Nahrung  bedürfen,  so  verursachen  sie  auch  keinen  merklichen
Schaden.
Beschreibung'.
Das  Ei  ist  gelblichweiss,  häutig,  fast  walzig,  an  beiden  Enden
etwas  verschmälert  und  abgerundet,  kaum  1 / 4 "'  lang,  %  so  dick
als  lang.
Die  Räupehen  bleiben  in  allen  drei  Häutungen  bis  zur  Verpuppung ­
  in  der  Form  und  Farbenzeichnung  gleich;  sie  haben  wie  alle
Schaben  einen  hornigen  runden  Kopf,  12  Leibabschnitte  und  sind
vollkommen  ausgewachsen,  4—5'"  lang,  kaum  1 / i0  so  breit  als  lang.
Kopf,  halb  so  breit  als  der  Leib,  Mundtheile  und  Scheitel  licht,
die  beiden  Seitentheile  dunkelbraun,  am  Hinterrande  herzförmig  eingeschnitten ­
  und  abgerundet,  Mund  vorragend.
Die  Oberlippe  %  so  breit  und  kaum  ‘/ 6  so  lang  als  der  Kopf,
querlänglich,  dünnhornig,  bräunlichgelb,  in  der  Mitte  des  Vorderrandes ­
  etwas  eingebuchtet,  die  Seiten  abgerundet,  und  jede  mit  vier
Borsten  besetzt,  der  gerade,  leistenartige  Hinterrand  raget  an  beiden ­
  Seiten  spitz  vor.
Die  Oberkiefer,  so  lang  als  die  Oberlippe  breit,  a / 5  so  breit
als  lang,  braun,  dickhornig,  mit  gebogenem  Rücken  und  gebuchteter ­
  Kaufläche,  der  einwärts  abgedachte  Vorderrand  hat  fünf  fast
gleichgrosse,  abgerundete  Zähne.
Die  Unterlippe  ist  häutig,  blassgelblich  ,  mit  dem  Kinn  verwachsen, ­
  und  am  Vorderrande  schwach  ausgebogen;  die  eingliederigen
Taster  sind  kurz  und  dick,  lederig,  fast  walzig;  das  Kinn  dünnhornig, ­
  halbeiförmig,  gelbbraun,  ’/ s  schmäler,  aber  so  lang  als  die
Oberlippe,  mit  tief  eingebuchtetem  braunhornigen  Vorderrande,
            
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