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Gi* ai lieh. Bestimmung; der Zwillinge
bei diesen Versuchen erwarten darf, geschahen alle nach dem ersten
Verfahren.
4. Die entwickelten Formeln können unter der Voraussetzung,
dass die Richtung der Hauptaxen der Lichtwelle mit jener der geometrischen
Grundgestalt des Krystalles zusammenfällt, unmittelbar
angenommen werden. In der Regel findet aber diese Übereinstimmung
nicht Statt; obsclion es mehr eine Sache der Convenienz als
der Nothwendigkeit ist. Im orthotypen Systeme ist eigentlich nicht
einzusehen, warum bei der Auswahl der Grundgestalt auf die Lage
der optischen Constanten keine Rücksicht genommen wird, da man
dieselbe noch unter rechtwinkeligen Axen zu betrachten gewohnt ist;
es brauchte weiter nichts als dass die normale Aufstellung des Grundorthotyps
so gewählt wurde, dass zugleich die Axe der grössten Elasticität
die Hauptaxe des Krystalles darstellte. Es würden sich dadurch
mannigfache Vereinfachungen ergeben; es wurde für die Vergleichung
des Zusammenhanges der geometrischen und physikalischen
Verhältnisse in verschiedenen Körpern eine leichtere Übersicht gewonnen;
es wäre endlich wieder ein Element der Willkür aus dem
Systeme der Wissenschaften ausgeschieden.
Schwieriger freilich wäre die Rezeichnung der Grundgestalt
auf ein durch die Richtung der Elasticitätsaxen gebotenes Coordinatensystem
in schiefprismatischen Körpern. Erstlich müsste dann vor
Allem ausgemacht werden, ob dasselbe ein recht- oder schiefwinkeliges
sei. Angström hat in einem Memoire 1 ) über die geradlinige
Polarisation und doppelte Strahlenbrechung diese Erscheinungen
unter der Annahme schiefer Conjugat-Axen betrachtet, und die Versuche
3 ), welche er am Gyps gemacht, scheinen die daraus resultirenden
Folgesätze, dass in solchen Körpern die Elasticitätsaxen für
verschiedene Farben und Temperaturen wechseln müssen, vollkommen
zu bestätigen. Ich habe mich daher auf das orthotype System
beschränkt.
Die Versuche, die ich anstellte geschahen mit selbsterzeugten
Arragonzwillingen; ich betrachtete zuerst einen Zwilling, der der
- u .
Formel 1 J (Pr-\-ri) entsprach, dann einen dessen Formel P(Pr-\-n)
war, und endlich einen dritten, wo die Zwillingsfläche etwas geneigt
D Acta regiae societatis Upsalensis 1849.
2 ) Poggendorf f’s Annalen 86, 206 ff.