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H e e g e r.
Der Schmetterling hat mit T. crataegella so viele Ähnlichkeit,
dass er in der systematischen Einreihung diesem zunächst gestellt
ist, weicht aber in biographischer Beziehung von dieser Art,
welche wohl kaum zur Gattung Tinea gezählt werden dürfte, in
jeder Lebensform ausserordentlich ab.
Lebensgeschichte.
T. Oxyacanthella ist bisher noch nirgends beschrieben und ihre
Lebensgeschichte noch nicht veröffentlicht.
Sie überwintern als Raupen, Puppen und Schmetterlinge wie
der grösste Tlieil der Arten dieser kleinen Insecten, die Raupen
und Puppen zwischen den Blättern der Nahrungspflanze, welche im
Spätherbst abfallen, der Schmetterling an gewöhnlichen geschützten
Orten.
Ende Aprils oder anfangs Mai kommen zuerst die Schmetterlinge
zum Vorschein, schwärmen des Abends um die Sträucher der genannten
Pflanze und begatten sich auch um diese Zeit. Die befruchteten
Weibchen legen erst nach drei bis sechs Tagen des Morgens
oder Abends die Eier einzeln an die Unterseite der jungen Blätter,
wo erst nach zehn bis vierzehn Tagen die Räupchen sich entwickeln,
gleich zwei Blättern flach an einander spinnen, sich von den Säften
des unteren Blattes nähren, die untere Blatthaut aber unberührt
lassen.
Nach jeder der drei Häutungen, welche zwischen 9 bis 12
Tagen vor sich gehen, verlassen sie ihren alten Aufenthaltsort und
bereiten sich einen ähnlichen zwischen zwei Blättern, nach der dritten
aber spinnen sie auf einem grösseren Blatte, gewöhnlich in der
Mitte desselben, über sich eine netzartige, flache Decke, welche das
Blatt etwas zusammenzieht, und so geschützt, nähren sie sich darunter
wie während der Zwischenzeit der beiden ersten Häutungen;
hier verwandeln sie sich dann auch nach vorbemerkter Zeit zur
Puppe, nachdem sie sich durch Anspinnen an ein anderes Blatt gedeckt
haben.
Die überwinterten Räupchen kommen aber erst gegen Ende Mai
aus ihrem Schutzorte zum Vorschein, und verwandeln sich gegen
Mitte Juni zur Puppe.
Aus der Puppe erscheinet nach vierzehn bis achtzehn Tagen
der Schmetterling des Morgens, und gewöhnlich beginnt dann gegen
Ende Juni die zweite Geschlechtsfolge.