Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

174

H  e  e  g  e  r.

Bäume  Abends  abzulegen.  Nach  mehreren  Tagen  brecben  die  jungen
Larven  aus;  ihre  Häutungs-Zwischenzeiten  konnte  ich,  ungeachtet  vieler
Miihe  und  Aufmerksamkeit  nicht  erforschen,  sie  müssen  aber  wohl
in  längeren  Zeiträumen  als  gewöhnlich  Statt  haben,  weil  die  Käfer
erst  im  September  zum  zweiten  Mal  erscheinen,  von  welcher  Brut  die
Larven  überwintern,  und  nur  hei  anhaltend  grosser  Kälte  erstarren,
denn  sie  gehen  schon  im  Spätherbste  tief  in  den  Moder  zurück,  kommen ­
  aber  im  April,  wenn  sie  gänzlich  ausgewachsen  sind,  zur  Verpuppung ­
  bis  gegen  die  äussere  Kruste,  richten  sich  da  einen  hiezu
geeigneten  Platz  ,  und  ist  der  Käfer  hinlänglich  erstarkt,  so  heisst  er
sich  Abends  vor  Sonnenuntergang  durch  diese  Kruste  ein  rundes
Loch.
Beschreibung^.
Die  Eier  sind  weiss,  häutig,  glatt,  walzenförmig,  und  kaum  eine
halbe  Linie  lang,  nicht  halb  so  dick  als  lang.
Die  Larven  sind  schmutzig  gelblichweiss,  walzenförmig,  sehr
stark  eingeschnürt,  haben  einen  unverhältnissmässig  kleinen  Kopf,
und  sind  gänzlich  fusslos;  sie  werden  3%  bis  4'"  lang,  kaum  ’/ 5  so
dick  als  lang.
Der  Kopf  ist  braunhornig,  rund,  etwas  plattgedrückt,  kaum  Vs
so  breit  als  der  Leih.
Die  Fühler  sind  gelbhornig,  dreigliederig,  halb  so  lang  als  der
Kopf;  das  erste  Glied  fast  walzenförmig,  beinahe  von  halber  Länge
des  Fühlers,  halb  so  breit  als  lang,  gegen  die  Mitte  etwas  zusammengedrückt; ­
  das  zweite  sehr  wenig  länger  als  das  erste,  aber  so
dick  als  dieses,  am  Grunde  etwas  verschmälert;  das  dritte  kaum  so
lang  als  das  zweite,  am  Grunde  breit,  halb  so  dick  als  lang,  walzig,
mit  langer  Endborste.
Die  Oberlippe  ist  dünnhornig,  braungelb,  querlänglich,  der  etwas
vorwärts  gebogene  Vorderrand  hat  in  der  Mitte  eine  kurze  Spitze
und  sechs  Randborsten;  die  Seiten  sind  gegen  den  geraden  Hinterrand ­
  verschmälert.
Die  beiden  Oberkiefer  sind  dickhornig,  rothbraun,  nochmal  so
lang,  am  Grunde  fast  so  breit  als  die  Oberlippe,  der  Rücken  im
Yiertelzirkel  gebogen,  das  Kaustiick  gegen  die  Mitte  tief  gerundet,
eingeschnitten,  und  am  Grunde  sehr  weit  vorragend,  übrigens  aber
auffallend  ungleich  gebildet;  der  rechte  Kiefer,  Fig.  6,  hat  eine
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.