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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Naturgeschichte  der  Insecten.

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jeder  mit  vier  Paar  braunen,  kurzbehaarten,  spindelförmigen,  und  in
der  Mitte  verdickten  Dornen  bewaffnet.
Erklärung  der  Abbildungen.
Tafel  IV.
Ein  Ei,  \
Die  Made,  •  J
Eine  Puppe  vom  Rücken,  I
Dieselbe  von  der  Seite,  1
Die  Nymphe,  >  vergrüssert.
Der  Kopf  der  Fliege  mit  den  Nebenaugen,!
Ein  Fühler,  1
Der  Saugerüssel,  ]
Ein  Stachel  des  Siiugerüsseltasters,  /

Mycetocharis  linearis.  III.
Iicbcnsg'escliichte.
Schon  mehrere  Jahre  fand  ich  die  Larven  dieses  Käfers  als  mir
unbekannt  im  Moderholze  der  Linden-  und  Ahornbäume,  war  aber  nie
so  glücklich  die  Käfer  zur  Reife  zu  bringen,  denn  die  Larven  gingen
mir  schon  vor  der  Verpuppung  zu  Grunde.
Dieses  Jahr  aber  gelang  es  einem  der  Jüngsten  der  Wiener  —
wenn  nicht  dem  jüngsten,  europäischen,  aufmerksamen  und  äusserst
thätigen  entomologischen  Biographen,  nämlich  dem  jüngsten  Sohne
Clemens,  meines  hochgeschätzten  Freundes  Dr.  M.  Hampe  in  Wien  —
dieselben  Larven  im  Moderholze  alter  Rosskastanien  in  Mehrzahl  und
fast  vollkommen  ausgewachsen  zu  finden,  und  da  derselbe  die  Freundschaft ­
  hatte,  mir  nicht  nur  mehrere  derselben  mitzutheilen,  sondern
mir  auch  den  Fundort  genau  anzugeben,  so  wurde  ich  in  den  Stand
gesetzt,  die  vollkommene  Lebensgeschichte  dieses  Käfers  sowohl  zu
Hause  als  auch  im  Freien  zu  beobachten.
Die  Larven  der  zweiten  Geschlechtsfolge  überwintern  im  Moderholze, ­
  der  Linden-,  Ahorn-  und  der  Rosskastanien-Bäume,  kommen
im  Mai  des  Abends  kurz  vor  Sonnenuntergang  aus  ihrem  Verwandlungsorte, ­
  in  welchen  sie  sich  Morgens  wieder  zurückziehen,  zum
Vorschein,  nachdem  sie  sechs  bis  acht  Tage  sich  aufBlüthen  genährt
und  gestärkt  haben,  begatten  sie  sich  Nachts,  und  erst  nach  acht  bis
zehn  Tagen  beginnt  das  Weibchen  Eier  einzeln  in  moderholzige
Sitzb.  d.  mathem.-natunv.  CI.  X.  Bd.  II.  Hft.

Fig.  1.
n
»  3.

13
            
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