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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Beilläge  iur  Naturgeschichte  der  Insecten.

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mer  Witterung  schnell  ohne  sich  zu  häuten,  bleiben  aber  gesellschaftlich ­
  und  gedrängt  beisammen,  bis  sie  ihre  vollkommene  Grösse  erreicht ­
  haben,  und  sich  dann  wieder,  wie  die  überwinterten  Maden
zur  Verpuppung  anschicken.
Die  Verpuppung  geschieht  aber  durch  wirkliches  Abstreifen  der
Madenhaut.
Da  bei  der  bedeutenderen  Sommerwärme  die  Lebensfunctionen
viel  schneller  vor  sich  gehen,  so  ist  bei  diesen  Thieren  gar  nicht  bestimmt ­
  anzugeben,  wie  viele  Generationen  bis  zum  Octobcr  erscheinen; ­
  und  man  findet  während  dieser  Zeit  alle  Lebensformen  und
Stände.

Beschreibung*.
Die  Eierchen  sind  walzig,  langgestreckt,  häutig,  weiss,  glatt,
entleert  ist  die  Haut  opalisirend,  sie  sind  kaum  y 4 '"  lang,  y i0  dick.
Die  Maden  sind  schmutzig  gelblicliweiss,  glatt,  die  Abschnitte
nicht  geschnürt,  an  beiden  Enden  verschmälert,  fast  spitz;  sie  werden ­
  iy t  bis  l’/'ü"'  lang,  */ 4  so  dick  als  lang;  ihre  zwölf  Körperabschnitte ­
  sind  nur  mikroskopisch  sichtbar,  ihre  festen  schwarzen
Mundtheile  sind  unter  der  feinen  Haut  des  Vorder-und  Mittel-Brustabschnittes ­
  zu  sehen.
Die  am  eilften  Abschnitte  genähert  stehenden  Athmungs-Organe
sind  klein,  länglichrund,  braunhornig  und  sehr  wenig  erhaben.
Die  besonders  geformten  Mundtheile,  Fig.  10,  sind  schwarzhornig, ­
  dreigliederig,  die  Glieder  durch  faserige  Verlängerung  in  einander ­
  gezogen,  das  erste  Glied  dreimal  so  lang  als  das  zweite,  doppeltangelförmig, ­
  am  Grunde  vereinigt,  beide  Theile  an  der  Spitze  abgerundet ­
  ausgeschnitten,  dadurch  zweidornig,  an  der  Angelspitze  geht
die  Hornsubstanz  in  Fasern  über;  die  beiden  anderen  Glieder  sind
gleich  lang,  stumpf,  verkehrt,  kugelförmig;  das  erste  am  Vorderrande
last  nochmal  so  breit  als  das  zweite.
Die  Puppen  sind  hartschalig,  hornig,  iichtgelbbraun,  länglich,
eiförmig,  etwas  flachgedrückt,  unten  verschmälert;  die  acht  sichtbaren ­
  Leibabschnitte,  so  wie  auch  die  Seiten,  sind  durch  schmale,  abgerundete, ­
  erhabene  Leisten  gesondert;  an  der  Vorderrandspitze  fehlt
die  Leiste,  dafür  stehen  dort  acht  kleine,  schwarzbraune,  etwas
einwärts  gebogene  Dornen;  der  Rücken  ist  fein  gekörnt,  die  Bauch-
            
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