Beiträge zur Naturgeschichte der Inseelen.
die Ffisse liegen paarweise zwischen den Flügelscheiden, und enden
mit braunem Tarsengliede, das dritte Paar ragt nur wenig über die
Flügelscheiden hinaus; die Fühlerscheiden liegen am Innenrande der
Flügel, und enden zwischen dem ersten und zweiten Fusspaar.
Erklärung der Abbildungen.
Tafel II.
Fig. 1. Ein Ei,
„ 2. Die Raupe nach der dritten Häutung,
„ 3. Die vier Augen und ihre Stellung,
„ 4. Der Kopf von oben,
„ 5. Von unten,
vergrössert.
„ 7. Die Unter- * l
„ 8. Ein Ober- ) \
„ 9. Lin Unter- \ J
„ 10. Die Puppe von der Bauchseite, /
„ 11. Diese von der Rückseite,
„ 12. Ein unterfressenes Blatt von Atriplex liortense in natürlicher
Grösse.
Elachista testacella.
Iielicnsg-cschichte.
Die Puppen der zweiten Generation überwintern in einem leichten
Gespinnste unter den Blättern der Nahrungspflanze oder auch unter
Baumrinde.
Anfangs Mai kommen dann gewöhnlich die Schmetterlinge des
Morgens aus der Puppe, und fünf bis sechs Tage darnach, also gegen
Mitte Mai begatten sie sich Abends, indem sie oft einige Stunden in
Copula bleiben; wieder vier bis fünf Tage nachher legt das befruchtete
Weibchen die Eier zu zehn bis fünfzehn an eine Stelle, an die
Unterseite des Pastinaks (Pastinaca sativa) oder schwarzen Hollunders
(Sambucus niger) wo solche an windstillen, schattigen Orten
stehen.
Im Ganzen trägt ein Weibchen sechzig bis achtzig Eier.
Acht bis 2"ehn Tage nach dem Ahsetzen der Eier, brechen die
Räupchen aus, und nähren sich gemeinschaftlich von der unteren
Blatthaut und den Blattsäften, ohne die Oberhaut zu verletzen, um
sich vor Regen und Wind zu schützen, sie machen auch an derselben