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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Naturgeschichte  der  Inseelen.

die  Ffisse  liegen  paarweise  zwischen  den  Flügelscheiden,  und  enden
mit  braunem  Tarsengliede,  das  dritte  Paar  ragt  nur  wenig  über  die
Flügelscheiden  hinaus;  die  Fühlerscheiden  liegen  am  Innenrande  der
Flügel,  und  enden  zwischen  dem  ersten  und  zweiten  Fusspaar.

Erklärung  der  Abbildungen.
Tafel  II.

Fig.  1.  Ein  Ei,
„  2.  Die  Raupe  nach  der  dritten  Häutung,
„  3.  Die  vier  Augen  und  ihre  Stellung,
„  4.  Der  Kopf  von  oben,
„  5.  Von  unten,

vergrössert.

„  7.  Die  Unter-  *  l
„  8.  Ein  Ober-  )  \
„  9.  Lin  Unter-  \  J
„  10.  Die  Puppe  von  der  Bauchseite,  /
„  11.  Diese  von  der  Rückseite,
„  12.  Ein  unterfressenes  Blatt  von  Atriplex  liortense  in  natürlicher

Grösse.

Elachista  testacella.

Iielicnsg-cschichte.

Die  Puppen  der  zweiten  Generation  überwintern  in  einem  leichten ­
  Gespinnste  unter  den  Blättern  der  Nahrungspflanze  oder  auch  unter ­
  Baumrinde.
Anfangs  Mai  kommen  dann  gewöhnlich  die  Schmetterlinge  des
Morgens  aus  der  Puppe,  und  fünf  bis  sechs  Tage  darnach,  also  gegen
Mitte  Mai  begatten  sie  sich  Abends,  indem  sie  oft  einige  Stunden  in
Copula  bleiben;  wieder  vier  bis  fünf  Tage  nachher  legt  das  befruchtete ­
  Weibchen  die  Eier  zu  zehn  bis  fünfzehn  an  eine  Stelle,  an  die
Unterseite  des  Pastinaks  (Pastinaca  sativa)  oder  schwarzen  Hollunders ­
  (Sambucus  niger)  wo  solche  an  windstillen,  schattigen  Orten
stehen.
Im  Ganzen  trägt  ein  Weibchen  sechzig  bis  achtzig  Eier.
Acht  bis  2"ehn  Tage  nach  dem  Ahsetzen  der  Eier,  brechen  die
Räupchen  aus,  und  nähren  sich  gemeinschaftlich  von  der  unteren
Blatthaut  und  den  Blattsäften,  ohne  die  Oberhaut  zu  verletzen,  um
sich  vor  Regen  und  Wind  zu  schützen,  sie  machen  auch  an  derselben
            
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