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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Naturgeschichte  der  Insecten.

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welchen  wohl  mehr  als  die  Hälfte  vom  Wasser  fortgerissen  werden,
und  ein  anderer  grosser  Theil  vertrocknen  mögen.
Die  Larven  bewegen  sich  schnell,  und  lassen  sieh,  wenn  sie
verfolgt  werden,  an  ihrem  Faden,  welchen  sie  in  der  Eile  an  einen
Stein  befestigen,  vom  Wasser  forttragen,  um  sich  dann  an  einem
anderen  Stein  zu  erhalten,  wo  sie  sich  eine  neue  Wohnung  machen;
sie  suchen  sieh  an  der  Oberfläche  solcher  Steine,  welche  in  grösster
Wasserströmung  liegen,  zu  fangen,  spinnen  sich  da  gleich  ein
schlauchartiges  Gespinnst,  unter  welchem  sie,  indem  sie  den  Kopf
herausstrecken  auf  Nahrung  lauern,  und  sich  nach  jeder  Häutung,
welche  nach  acht  bis  zehn  Tagen  vor  sich  geht,  eine  neue  grössere
Wohnung  spinnen,  acht  bis  zehn  Tage  nach  der  dritten  (letzten)
Häutung  spinnen  sie  sich  aber  auf  eben  solchen  Steinen  ein  dichteres
kurzes  und  breites  Gehäuse  zur  Verpuppung,  wo  wieder  nach  ähnlicher ­
  Zeit  des  Morgens  oder  Abends  die  Fliege  zum  Vorschein
kommt,  welche  sich  am  Ufer  zu  erhalten  trachtet,  und  so  an  einem
trockenen  ruhigen  Ort  erstarket.
Wie  viele  bei  dieser  Gelegenheit  wieder  zu  Grunde  gehen,  besonders ­
  da  sehr  viele  Feinde,  als:  Cararabicinen,  Osmilus-,  Phryganeen-,
  Rhyacophilen-  und  mehrere  andere  Larven  auf  solche  Beute
warten,  ist  wohl  kaum  zu  berechnen.
Zwei  bis  drei  Tage  nach  der  Entwickelung  geht  des  Morgens
oder  Abends  die  Begattung  wie  gewöhnlich,  aber  nur  auf  kurze  Zeit
vor  sich,  und  das  Weibchen  lässt  sich  wahrscheinlich  nach  jedesmaligem ­
  Eierlegen  frisch  befruchten;  auch  haben  diese  Fliegen  das
Besondere,  dass  sie  sich  ihre  Fiisse  nicht  wie  andere  Fliegenarten
wechselseitig  paarweise,  sondern  immer  sieh  die  der  einen  und
anderen  Seite  mit  einander  putzen,  auch  ist  ihr  Flug  träger  als  hei
allen  anderen  Culiciden-Gattungen.
Beschreibung 1 .
Die  Eier  sind  häutig,  gelblichweiss,  fast  walzig,  gegen  vorne
etwas  verschmälert,  kaum  lang,  beinahe  halb  so  dick.
Die  Larven  anfangs  weiss,  dann  am  Rücken  bräunlich,  nach
der  dritten  Häutung  am  dunkelsten,  langgestreckt,  walzig,  mit  hornigem, ­
  braunen  Kopfe,  und  eilf  Leibabschnitten,  werden  6'"  lang,
kaum  W"  dick.
            
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