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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

in  Nord-Amerika,  Hrn.  Dr.  C.  Scherzer.

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Fischfang  und  wenigen  Provisionen  aus  der  letzten  Stadt  leben  mussten. ­
  Wir  begegneten  während  der  ganzen  Zeit  nur  wenige  wilde
Indianer  (Cheppuvas  oder  Sioux)  und  keinen  einzigen  Weissen.  Indess
  bleibt  es  wunderbar,  wie  sicher  und  gefahrlos  man  diese  Wälder
bereist,  und  man  kann  nicht  umhin  die  tiefste  Achtung  und  Anerkennung ­
  jenen  frommen,  aufopfernden  Missionären  zu  zollen,  deren
Glaubenseifer  zuerst  die  Leuchte  der  Religion  durch  diese  dunklen
Wälder  getragen.  Die  meisten  der  hier  lebenden  Indianer  (4—5000)
sind  schon  zum  Christenthum  bekehrt,  und  die  wenigen  Heiden  haben
wenigstens  das  Brutale  ihrer  Natur  verloren  und  sind  ungefährlich.
VonStillwater  am  La  Croix-See,  wo  wir  den  Kahn  und  unsere  beiden
kanadischen  Führer  (Halbindianer)  verliessen,  setzten  wir  unsere
Reise  mittelst  Wagen  nach  St.  Paul  und  den  Fällen  von  St.  Anthony
im  Minesota-Territorium  fort.  Von  dieser  geologisch  so  interessanten
Localität  war  ich  so  frei  eine  ziemlich  umfassende  Collection  zu
senden.
Von  den  Fallen  des  St.  Anthony  fuhr  ich  mittelst  Dampfboot
nach  den  Bleibergwerken  von  Galena.  Auch  von  dieser  interessanten
Localität  folgen  schöne  Exemplare.
Von  Galena,  wo  ich  mich  8  Tage  aufhielt,  reiste  ich  über  Davenport,
  Burlington  und  Nauvoo  (wo  wir  den  alten  marmornen  Tempel
und  father  Cabet,  den  Ikarier,  besuchten)  nach  St.  Louis,  wo  ich  endlich ­
  Ende  October  eintraf.  Dr.  Engelman  und  Dr.  Wislizenius,  welche
beide  als  praktische  Ärzte  hier  ansässig  sind,  versprachen  mir  in
nächster  Zeit  eine  Sammlung  aus  mehreren  geologisch  interessanten
Localitäten  in  der  Umgebung  von  St.  Louis,  welche  ich  des  anhaltenden ­
  Regenwetters  halber  nicht  besuchen  konnte.  Auch  der  österr.
Consul  erwies  mir  viele  Freundlichkeit.  Durch  dessen  Bemühung
werden  der  kais.  Anstalt  auch  nächstens  eine  Anzahl  Geweihe  von
Elkthieren  aus  den  Felsenbergen  zukommen,  die  nur  mit  grosser
Mühe  verschafft  werden  konnten.  Ich  werde  mir  es  zum  besonderen
Vergnügen  rechnen',  deren  Verpackung  oder  Verschiffung  in  New-Orleans
  auf  das  Sorgfältigste  zu  überwachen.  —  Von  St.  Louis
machte  ich  mit  dem  Staatsgeologen  J.  Whitney  einen  Ausflug  nach
den  berühmten  Eisenbergen  Iran  moontuin,  60  Meil.  von  St.  Louis,
welche  beide  in  grossen  aufgehäuften  Massen  wahrscheinlich  plutonischen
  Ursprungs,  Eisen  in  einem  Metallwerthe  von  80—85%  enthalten. ­
  Wir  legen  einer  Sammlung  von  Petrefacten,  die  wir  während
Sil/J)  d.  mathem.-natürw.  CI.  X.  Gil  II.  Ult.  lä
            
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