Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

in  Nordamerika  Hrn.  Dr.  C.  Scherz  er.

155

schaftlichen  Beziehungen  allen  Forderungen  und  Wünschen  der
Wiener  Akademie  stets  auf  das  Pünktlichste,  Uneigennützigste  nachzukonnnen.
  Die  Sammlungen  des  Smithson’schen  Institutes  dürfte
bald  durch  ihre  vielfach  ausgebreiteten  Beziehungen  in  allen  1  heilen
dieses  interessanten  Landes  so  reich  werden,  dass  dasselbe  in  der
Lage  ist,  Douhletten  abgeben  zu  können.  In  ähnlicher  Weise
wünschte  auch  das  Coast  Survey  Office  in  Washington,  welches  die
prachtvollsten  Landkarten  liefert,  einen  Austausch  mit  dem  kaiserl.
geographischen  Institute,  durch  die  zeitige  Vermittlung  der  Akademie
herbeizuführen.  Eine  Abtheilung  dieser  Anstalt  ist  durch  die  Regierung ­
  mit  der  Anfertigung  von  Mass  und  Gewichten  beauftragt,  und
versendet  alle  Arten  von  Wagen  und  Gewichten  an  die  verschiedenen ­
  Staaten  der  Union.  Die  Theilungsmaschine  ist  von  wunderbarer
Construction,  Auch  eine  andere  Maschine,  das  Gesetz  der  Ebbe  und
Fluth  zu  bestimmen  (tide  guage),  ist  von  einer  höchst  genialen
Combination.  Diese  Anstalt  wäre  sehr  geneigt  eine  Serie  ihrer  Gewichte ­
  gegen  die  österreichischen  Gewichte  umzutauschen,  und  über
die  anderen  Maschinen  alle  möglichen  detaillirten  Aufklärungen  zu
geben.  Frankreich  hat  bereits  seine  Masse  und  Gewichte  in  eleganter
Form  ausgetauscht  und  wir  sehen  solche  in  einem  besondern  Zimmerraum ­
  aufgestellt.  Würde  nicht  auch  hier  die  Akademie  als
wissenschaftlicher  Vermittler  geneigt  sein,  eine  Beziehung  einzuleiten ­
  und  einen  Austausch  von  Landkarten,  Massen  und  Gewichten,
zu  veranlassen.
Was  mich  in  allen  diesen  Instituten  besonders  erfreute,  ist  das
grosse  Ansehen,  welches  die  deutsche  Wissenschaft  geniesst  und  die
zahlreichen  Compatrioten,  welche  als  Zeichner,  Optiker,  Chemiker
u.  s.  w.  Anstellung  finden.  Auch  deutsche  Instrumente  sind  allenthalben ­
  zu  finden.
Die  Academy  of  natural  Sciences  in  Philadelphia,  ist  eine  der
grossartigsten  Privatanstalten  der  vereinten  Staaten.  Deren  Secretär,
Dr.  Leidy  ist  ebenfalls  zu  jedwedem  Austausch  in  geologischer,
botanischer  oder  mineralogischer  Beziehung  bereit  und  wünschte
besonders  eine  Sammlung  österreichischer  Mineralien  zu  besitzen,
wofür  sich  derselbe  anheischig  machen  würde,  eine  vollständige
Sammlung  der  Vögel  Amerika’s  zu  liefern.  Ich  sah  dort  das  seltene
Exemplar  eines  Chlamidophorus  truncatus,  jenen  Maulwurf  von
der  Ostseite  der  Cordilleren,  der  am  Rücken  eine  Art  Panzer  von
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.