Aortenbogen der Gattung Ophiocephalus.
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wurzel nicht im der Mitte der Schädelbasis, sondern links von ilu
liegt. Der rechte Aortenbogen muss (lesshalb um ein gutes Stück
länger als der linke sein, und da er zugleich zweimal stärker als
dieser ist, so gibt er bevor er die untere Medianlinie der Wirbelsäule
überschreitet, die mächtige Arteria coeliacct, und nach dieser
die rechte Carotis ab, wodurch die Eingeweide Herzblut, der übrige
Leib tlieils Herz-, theils Kiemenblut erhalten. Während der Aortenbogen
am vierten Kiemenbogen verlauft, sendet er nicht bloss dicke
und kurze Ästchen zu den verkümmerten Kiemenblättchen ab, sondern
erhält auch von diesen ihre rückführenden Venen, welche keine
besondere Vena branchialis bilden. Der Aortenbogen kann somit
nicht bloss venöses, sondern muss auch einen geringen Antbeil arteriösen
Blutes führen.
Wenn es nun aus dem eben Gesagten als bewiesen erscheint,
dass das Labyrinth des Ophiocephalus kein respiratorisches Organ
ist, so kann es nur als ein Reservoir für jenen Wasservorratb dienen,
welchen der Fisch während seiner Excursionen auf das Festland mit
sich führt. Da die mit dem ersten Kiemenbogen in Verbindung stehende,
bewegliche Knochenplatte, durch Muskelwirkung gegen die
feststehende des Kiefersuspensoriums angenähert, und wie ich hei
Ophiocephalus punctatus vor mir sehe, beide Knochenplatten mit
ebenen, glatten und congruenten Rändern so gut zusammenschliessen,
dass nur eine kleine Lücke zum Aussickern des Wassers aus der
Labyrinthhöhle in die Rachenhöhle, und von dieser in die Kiemenhöhle
offen bleibt, so lässt es sich wohl erklären, wie so dieser
Vorrath so lange ausreichen kann, dass der Fisch nach Hamilton’s,
in Taylor’s Aufsatz citirten Bemerkung, viele Meilen weit lebend
auf die Märkte gebracht, und oft nach Regenschauern in solcher
Entfernung von Flüssen auf Feldern und Wiesen angetroffen wird,
dass der Aberglaube der Hindoos ihn vom Himmel fallen lässt. —
Die dicken Papillen, und karunkelartigen Auswüchse, die den Schleimhautüberzug
der beiden Knochenplatten , und des knorpelartigen Ansatzes
zu beiden Seiten des Voiner auszeichnen, scheinen eher Sinnesorgane
, vielleicht Geschmacksorgane, oder Prüfungswerkzeuge
auf die Beschaffenheit des Wassers zu sein, kommen in ähnlicher
l'orm, obwohl mit differirender Stellung, auch bei anderen Fischen
vor, welche keine Labyrinthorgane besitzen (z. B. bei Gymnolus
electricus, wo sie in 4 Längsreihen stehen, deren eine auf der Zunge,