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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Aortenbogen  der  Gattung  Ophiocephalus.

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Sclilundkiefer  hinzieht,  und  einen  an  die  Schädelbasis  anliegenden, ­
  und  bis  zum  Dach  der  Kiemenhöhle  hinaufragenden  Blindsack
bildet,  dessen  untere  Wand  die  oberen  Stücke  der  drei  hinteren
Kiemenbogen  sammt  den  oberen  Schlundknochen  bilden.  In  diesen
Blindsack  ragt  die  vom  Kiefersuspensorium  entspringende  zweite
Knochenplatte  Taylor’s,  und  hinter  dieser  noch  ein  derber,
knorpelharter,  theils  höckeriger,  theils  tiefgelappter  Wulst  hinein,
der  zu  beiden  Seiten  des  zahntragenden  Stückes  des  Vomers  festsitzt, ­
  aber  keine  knöcherne  Stütze  einschliesst.  Durch  diese  theils
knöchernen,  theils  häutig  lappigen  Vorsprünge  wird  der  Blindsack  in
mehrere  Buchten  getlieilt,  welche  der  Gattung  Ophiocephalus  ihre
Aufnahme  in  die  Familie  der  Labyrinthfische  zuwege  brachten,  und
welche  durch  stellenweise  auftretende  Wulstung,  lappige  Theilung
und  Carunkelbildung  der  Schleimhaut,  eine  unebene,  drüsige  Oberfläche ­
  besitzen.  Dieselbe  Wulstung  und  Lappenbildung  kommt  auch
der  übrigen  Mundhöhlenschleimhaut,  insbesondere  jener  des  harten
Gaumens  zu,  nur  sind  an  letzterer  Stelle  die  Kerben  seichter,  und
die  Carunkcln  flacher.
Die  Höhle  kann  jedoch,  obwohl  sie  dem  Gesagten  zufolge  als
ein  Diverticulum  der  Kiemenhöhle  erscheint,  nicht  als  ein  Analogon
eines  Kiemenlabyrinths  aufgefasst  werden,  da  ihr  keine  Athmungsfunction
  zukommt.  Die  mikroskopische  Injection  der  Kiemengefässe
lehrte,  dass  keine  der  vier  Kiemenarterien  eine  dorsale  Verlängerung ­
  zu  irgend  einer  Stelle  der  Höhle  sendet.  Taylor  liess  sich
dadurch  täuschen,  dass  die  Schlagader  des  ersten  Kiemenbogens
sich  auf  den  hinteren  Rand  des  plattenförmigen  oberen  Endstückes
desselben  verlängert,  dies  jedoch  nicht,  um  sich  in  den  Schleimhautüberzug ­
  der  Höhle  zu  verlieren,  sondern  um  dieregulärenKiemenblättehen
  zu  versorgen,  deren  49  an  diesem  Rande  der  Platte  aufsitzen.
Sind  diese  Blättchen  von  der  Kiemenarterie  versorgt,  so  hat  sich
die  letztere  gänzlich  erschöpft,  indem  ihr  letzter  Ausläufer  im  letzten
(obersten)  Kiemenblättchen  endigt.  Der  Canal  der  Knochenplatte,
von  welchem  Taylor  spricht,  findet  sich  wohl,  aber  nicht  zum
Durchgang  einer  Verlängerung  der  Arteria  brancliialis,  sondern
zum  Verlauf  eines  Vagusastes,  der  auf  diesem  Wege  zur  ersten
Kieme  gelangt.  Die  Injection  der  Kiemenarterie  war  vom  Bulbus
aus  mit  so  glücklichem  Erfolge  gemacht,  dass  das  Capillargefäss-System
  sämmtlicher  Kiemen  vollkommen  erfüllji  war,  und  dennoch
            
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