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Hyrtl. Über das Labyrinth und die
Über das Labyrinth und die Aortenbogen der Gattung
Opliiocephalus.
Von dem w. M. Prof. Dr. Jos. Hyrtl.
J. Taylor erwähnt mit kurzen Worten in seiner Abhandlung:
On the Respiratory Organs and Air-Bladder of certain Fishes
of the Ganges (Edinburgh Journal of Science, Vol. V, New Series,
1831 , pag. 34) eines paarigen, accessorischen Athmungsorgans bei
Opliiocephalus Gacliua, welches auf zwei breiten knöchernen Platten
aufsitzt, deren eine von der inneren Fläche des Gelenkheins
(Articular Rone of the Head), deren andere von dem oberen
Ende des vorderen Kiemenbogens ausgeht. Das von diesen Knochenstützen
getragene Organ besteht aus einem dichten und festen Gewebe,
mit krauser (curled) Oberfläche, nicht unähnlich einer gemeinen
Seealge. Die Kiemenarterie dringt, nachdem sie die Blättchen
der Kiemenbogen mit Ästen versorgte, in einen Canal der mit dem
vorderen Kiemenbogen in Verbindung stehenden Knochenplatte ein,
und vertheilt sich auf der Oberfläche des accessorischen Organs in
feine Zweige. Eine aus dem Organ zurückkehrende Vene verbindet
sich mit den Kiemenvenen, und sendet ihr Blut zur Aorta.
Diese Angabe, welche über den Bau des fraglichen Organs
keine klare Vorstellung zu machen erlaubt, veranlasste mich, die
Sache an einem grossen Exemplare von Opliiocephalus micropeltes,
welches ich aus einer von Capitän Meyer aus Calcutta mitgebrachten
Sammlung indischer Fische durch Herrn Dr. Gaedechens
in Hamburg erhielt, durch subtile Injection der Kiemengefässe genauer
zu untersuchen, und ich fand hierbei Folgendes:
Von den beiden Knochenplatten Taylor’s ist jene, die mit
dem vorderen Kiemenbogen verbunden ist, das obere Gelenkstück
dieses Bogens, welches seine gewöhnliche spangenförmige Gestalt
mit einer blattförmig breiten vertauscht, und nur mit Zähnen besetzt
zu sein brauchte, um einem oberen Schlundkiefer vollkommen zu
gleichen. Von seinem oberen Rande erhebt sich ein langer, schräg
nach vorn gerichteter, griffelförmiger Fortsatz, von welchem eine
dicke Schleimhautplatte getragen wird, die mit kuppelähnlicher
Wölbung zur oberen Fläche der eigentlichen, bezahnten, oberen