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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

von  Bi'ustdrüscntextur  und  ihre  Beziehung  zum  Cystosarcom.

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Nebstdem  bei  b)  ein  in  ein  vielfach  ausgebuchtetes,  dem  Acinus  der
Brustdrüse  gleichendes  Hohlgebilde,  das  nach  unten  in  einen  Tubulus ­
  ausläuft,  der  sich  alsbald  wieder  ausweitet.  Bei  einer  450maligen
Vergrösserung  in  Fig.  2  ergibt  sich,  dass  jener  Saum  ein  mehrfach
geschichtetes  Epithelium,  bestehend  aus  kernhaltigen  Zellen,  ist,
das  auf  einer  structurlosen  Membran  aufsitzt.  Jene  Öffnungen  sind
augenscheinlich  die  Durchschnitte  von  Canälen  und  ihren  trauhigen
Ausbuchtungen,  die  aus  einer  structurlosen  Membran  bestehen  und
von  einem  Zellen-Epithelium  ausgekleidet  sind.
Fig.  3  ist  eine  Lamelle,  hergestellt  mittelst  eines  Durchschnittes
durch  eine  der  mit  freiem  Auge  wahrnehmbaren  zarten  Spältchen.
Sie  stellt  den  Durchschnitt  eines  Hohlraumes  dar,  der  nach  beiden
Seiten  in  Ritzen  zwischen  konische  und  kolbige  Fortsätze  der  Lagermasse ­
  ausläuft  und  an  dem  Ende  einzelner  dieser  Ritzen  noch  einige
acinusartige  Ausbuchtungen  trägt.  Nach  unten  endigt  er  spitz,  wie
mehrere  der  seitlichen  Ausläufer;  nach  oben,  in  seinem  mittleren
Tlieile  etwa,  wird  er  weiter.
Die  um  die  Durchschnitte  aller  der  gedachten  Hohlräume  herum
befindliche,  also  auch  die  in  den  Raum  der  letzteren  in  konischen
und  kolbigen  Gebilden  hereinragende  Lagermasse  besteht,  wie  Fig.  2
näher  darlegt,  aus  einer  durchscheinenden,  von  Bindegewebsfibrillen,
Kernen  und  Bindegewebskörperchen  durchsetzten,  gallertähnlichen,
sukkulenten  Substanz,  d.  i.  aus  formlosem  und  faserigem  Bindegewebe.
Hie  und  da  sind  in  Gruppen,  die  ihrer  Form  nach  wohl  auch  eine
ehemalige  Zelle  verrathen,  Fettkörnchen  eingestreut.  Nächst  der  die
Öffnung  begrenzenden  structurlosen  Membran  streichen  Fibrillen  und
Bindegewebskörperchen  in  concentrischer  Anordnung  herum.  Eine
Lamelle  von  der  Oberfläche  der  Lappen  zeigte,  dass  auch  von  den
Rändern  der  auf  ihnen  wahrnehmbaren  Furchen  kleine  konische  und
kolbige  Fortsätze  sich  erhoben.
Zweiter  Fall.  Eine  enteneigrosse  Geschwulst  aus  der  rechten
Brust  einer  4S  J.  a.,  nicht  mehr  menstruirenden  Frau,  Mutter  von  fünf
Kindern.  Sie  wurde  deutlich  erst  seit  iy 2  Jahren  wahrgenommen,
wiewohl  sie  die  Kranke  von  einer  im  letzten  Wochenbette  vor  7  Jahren ­
  nach  einer  Entzündnng  zurückgebliebenen  Verhärtung  ableitete.
Die  Geschwulst  sass  am  inneren  und  unteren  Tlieile  der  Brust,  war
von  der  Brustdrüse  abgesondert,  knollig,  sehr  empfindlich,  auch  ohne
Berührung  schmerzhaft.  Die  Frau  litt  nämlich  an  flüchtigen  Stichen
            
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