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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

voll  BrustdnisentPxtuv  und  iln-e  Beziehung  zum  Cystosarcom.

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wie  siel)  ergeben  wird,  in  der  innigsten  Beziehung  zu  der  in  Rede
stehenden  Neubildung  stehen  —  untersucht,  allein  ich  habe  in  ihnen
die  Drüsenelemente  entweder  gar  nicht  gefunden  und  zwar  wahrscheinlich ­
  darum,  weil  sie  in  Folge  von  Erweiterung  unkenntlich  geworden
waren,  oder  ich  habe  wohl  auch  Durchschnitte  einzelner  Tubuli  irrig
als  junge  Cysten  gedeutet  und  sofort  die  Cysten  im  Cystosarcom  so,
wie  die  Cyste  als  Neubildung  überhaupt,  aus  einer  structurlosen  Blase
abgeleitet.  Erst,  wie  ich  bemerkte,  in  der  neueren  Zeit,  kamen  mir
durch  gütige  Mittheilung  der  Ausbeute  von  Operationen  geeignete,
namentlich  jüngere  Tumoren  zur  Hand.  Sie  sind  überhaupt  merkwürdige ­
  Erzeugnisse,  im  Besondern  aber  werden  sie  wichtig  durch
die  Aufklärungen,  die  sie  über  das  sogenannte  Cystosarcom  der  Brust
geben.  Ihre  Wichtigkeit  für  den  Chirurgen  leuchtet  von  selbst  ein.
Nachdem  ich  ein  mir  im  Mai  1851  mitgetlieiltes  Stück  einer
nussgrossen  rundlichen,  durch  Exstirpation  entfernten  Geschwulst  aus
einer  Brust,  welches  auf  dem  Durchschnitte  zahlreiche  feine,  von
einem  weissgelblichen  opaken  Saume  umfasste  Spältchen  darbot,  und
in  der  das  Mikroskop  die  Elemente  der  Brustdrüse  in  einer  zum
grössten  Tbeile  gallertartig  durchscheinenden  weichen,  feuchten,  zum
geringeren  Theile  faserigen  Masse  eingebettet  zeigte,  bei  Seite  gesetzt
hatte,  um  weitere  Fälle  abzuwarten,  kamen  mir  endlich  der  Reibe
nach  solche  zu  :
ErsterFall.  Die  amputirte  linke  Brust  einer  42  J.  a.  Tischlersfrau,
  welche  im  J.  1847,  als  sie  ihr  erstes  Kind  säugte,  in  der  linken
Brust  ein  kleines,  bewegliches  Knötchen  bemerkte,  das  zuweilen  verschwand ­
  und  wiederkam,  und  erst  im  J.  1850  rasch  zu  wachsen
begann.  Zu  derselben  Zeit  will  sie  bei  schlechtem  Wetter  Schmerzen
in  der  Brust  verspürt  haben.  Im  Monat  August  1852  brach  der  Tumor
unter  dem  Gehrauche  eines  Pflasters  und  nach  vorangegangenen
ziehenden  und  stechenden  Schmerzen  mit  heftiger  Blutung  auf.  Im
Krankenhause,  wohin  sie  sich  nunmehr  gewandt  hatte,  fand  man  eine
strausseneigrosse,  bewegliche  Geschwulst  von  härtlichem  Anfühlen,  die
Haut  darüber  bläulich  gefärbt,mit  der  Geschwulst  verwachsen,  jedoch
nicht  entartet.  Aus  der  thalerstückgrossen  Öffnung  auf  dem  höchsten
Punkte  des  Tumors  wucherte  eine  knollige  ,  bläulichgefärbte,  leicht
blutende  necrosirende  Masse  hervor.  Die  Drüsen  der  Achselhöhle  normal. ­
  Am  4.  October  wurde  die  Brust  amputirt  und  am  6.  November
konnte  die  Kranke  mit  der  fast  geheilten  Wunde  entlassen  werden,
            
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