Beiträge zur Physik.
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Um den Einfluss dei' Dralhwindungen auf diese Erscheinung
recht augenfällig zu machen, wurde der lose gespannte Drath in ein
Bündel von einem Schuh Durchmesser zusammengewickelt. Zieht man
das Bündel aus einander, und nimmt den obigen Versuch vor, so erhält
manschwache Erschütterungen, die jedoch immer stärker werden,
je mehr man die Dräthe zusammenschiebt. Diesen Versuch kann ich
jedem Lehrer anempfehlen, weil er leicht ausführbar und fasslich ist.
IV. Neue Erklärung der durch elektrische Ströme im menschlichen Körper
erregten Erschütterungen.
Bei den Versuchen mit der vibrirenden Spirale bin ich auf den
Gedanken gekommen, die Erschütterungen im menschlichen Körper,
welche durch intensive elektrische Ströme, besonders, wenn sie
stossweise eingeleitet werden, entstehen, anders aufzufassen und zu
erklären, als es bisher geschah.
Die Erklärung dieser Erscheinung, welche Ritter und Ermann
gegeben haben, ist eigentlich keine Erklärung, und auch die
neuere Ansicht davon, welcher sich selbst Du B ois -Rey m on d in
seiner ausgezeichneten Arbeit anschliesst, ist vom physikalischen
Standpunkte betrachtet, unstatthaft.
Die Nerven, eigentlich aber die Hüllen derselben, die sogenannten
structurlosen Massen, sind die Empfänger und Leiter der Elektricität,
bevor diese noch den Muskel afficirt. Wären diese Leiter Spiralen,
so wären durch den oberen Versuch die Contractionen erklärt;
allein, solche Spiralen sollen nicht vorhanden sein, denn nur Barry
will sie gesehen und nachgewiesen haben.
Solche Spiralen sind aber auch zur Erklärung dieser Erscheinung
nur dort nothwendig, wo nur ein einziger Leiter vorhanden ist, und
dennoch die Contractionen erfolgen. In einem solchen Falle wird man
auch die Spirale finden, wenn sie auch bis jetzt nicht gefunden wurde.
Überall, wo gleichlaufende, nicht zu weit von einander entfernte
Ströme Vorkommen, muss eine wechselseitige Anziehung derselben
erfolgen; dort, wo convergirende Ströme in einen Hauptstrom übergehen,
oder wo ein Hauptstrom sich in divergirende Zweigströme
theilt, findet zwischen dem Hauptstrome und den Theilströmen eine
Abstossung, zwischen den Theilströmen aber eine Anziehung Statt,
die durch jene Abstossung noch verstärkt wird. Diese Anziehungen
müssen sich am meisten um die Knotenpunkte äussern, und Contrac-