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P e t r i n a.
denselben Widerstand zeigten. Der eine Drath wurde dann mit aller
Vorsicht auf eine hölzerne 3 1 / a Zoll lange Spule aufgewickelt, der
andere aber gespannt gelassen. Bei abermaliger Untersuchung ihrer
Widerstände ergab sich auch in diesem Falle kein Unterschied, was
schon längstens festgestellt, oder wenigstens theoretisch vorausgesetzt
werden musste, da man die Spiralen zur Bestimmung von Widerständen
und zum Vergleichen der Stromkräfte anzuwenden pflegt.
Aus diesem Resultate darf jedoch der Schluss, dass sich durch
das oben erwähnte Binden des Elektromagnetismus innerhalb einer
Spirale ihr Leitungsvermögen gar nicht geändert habe, nicht gefolgert
werden, sondern es ist vielmehr das Gegentheil anzunehmen,
weil die Spirale durch die von mir angewendeten Ströme weit stärker
erwärmt war, als der gespannte Drath. Da die Wärme nach den
bisher bekannten Versuchen den Widerstand eines solchen Leiters
vergrössert, so musste ein anderer Umstand ihn, bei meinem Falle,
um eben so viel vermindert haben. Sollte sich dieses allgemein bestätigen,
woran ich nicht zweifle, und hievon das Gebundensein der
magnetischen Zustände innerhalb der Gänge der Spirale die Ursache
sein, so würde dies kein uninteressantes Äquivalent darbieten.
III. Ein Wink zu einer neuen Auflassung der Induetions-Erscheinungen.
Dieses Gebundensein der magnetischen Zustände innerhalb
einer galvanischen Spirale und das theilweise oder gänzliche Aufhören
desselben, wenn der Strom zum Theil oder gänzlich unterbrochen
wird, führt zu einer neuen, und wie ich glaube, fasslichen Erklärung
der sogenannten Inductions-Erscheinungen.
Um eine dieser Erscheinungen näher zu untersuchen, habe ich
den lose gespannten Drath, so wie auch die Spirale benützt.
Wird das eine Ende des gespannten Drathes mit einem Pol eines
galvanischen Elementes verbunden und werden sowohl das zweite
Ende des Drathes, als auch der andere Pol des Elementes mit Conductoren
versehen und diese mit den Händen gefasst, zur Berührung
gebracht und wieder getrennt, so erhält man nicht die geringste Spur
von einer Erschütterung, welches zum Beweise dient, dass in einem
gespannten Drathe keine Inductionsströme entstehen. Nimmt man
aber diesen Versuch mit der Spirale vor, so sind die Inductionswirkungen
bei jeder Trennung der Conductoren bedeutend.