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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Physik.

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Drathspitze  zu  viel  Quecksilberoxyd  und  der  Apparat  kommt  hierdurch ­
  zum  Stehen,  so  braucht  man  nur  das  Oxyd  mit  Stückchen  Papier ­
  zu  beseitigen,  und  er  geht  wieder.  Nimmt  man  zwei  Elemente,
so  ist  die  Erscheinung  noch  interessanter.
Ich  habe  das  Quecksilber  beseitigen  und  durch  eine  Kupferplatte
ersetzen  wollen,  allein  es  gelang  mir  nicht,  denn  es  musste,  wegen
der  schwachen  Berührung  der  Platte  mit  der  Spitze  des  Drathes,  ein
starker  Strom  genommen  werden  ,  der  die  Spirale  zu  sehr  erhitzte,
und  dadurch  die  nothwendige  Elasticität  derselben  zu  sehr  schwächte.
Man  könnte  im  ersten  Augenblick  geneigt  sein,  diese  Erscheinung ­
  aus  der  Abstossung  zwischen  dem  Quecksilber  und  der  Spitze
des  Drathes  als  den  neben  einander  liegenden  Stromtheilchen  abzuleiten ­
  ,  allein  dies  ist  unzulässig,  denn  weder  eine  kurze  Spirale,
noch  ein  gerader  Drath  zeigen  diese  Erscheinung,  wenn  sie  an  einem
elastischen,  sehr  empfindlichen  Hebelarme  angebracht  werden.  Auch
würde  in  solchem  Falle  die  Zusammenziehung  der  Spirale  gewiss
nicht  nach  ihrer  ganzen  Länge  so  regelmässig  ausfallen.
II.  Muthmasslicher  Einfluss  dieser  Anziehung  auf  den  Widerstand  einer
solchen  Spirale,
Da  nach  dieser  Erfahrung  die  symmetrische  Anziehung  innerhalb ­
  der  Dicke  einer  aus  mehreren  über  einander  liegenden  Drathlagen
  bestehenden  Spirale  bedeutend  sein  muss,  und  daher  sich  auch
die  magnetischen  Zustände  der  inneren  Drathlagen  grösstentheils
binden  müssen;  so  schien  mir  die  Untersuchung,  oh  nicht  ein  solches
Gebundensein  ')  der  magnetischen  Zustände  irgend  einen  Einfluss
habe  auf  das  Leitungsvermögen  der  Spirale,  nicht  unwichtig  zu  sein.
Zu  diesem  Zwecke  wurden  von  einem  und  demselben,  mit  Seide  übersponnenen
  Q 2  Linie  dicken  Kupferdrathe  zwei  Stücke  zu  300'  Länge
abgeschnitten,  weit  von  einander  liegend  lose  gespannt  und  in  Bezug
auf  ihren  Widerstand  untersucht.  Da  sich  in  ihren  Widerständen  ein
kleiner  Unterschied  zeigte,  so  wurde  der  Versuch  auf  doppelte
Weise  und  mit  aller  Vorsicht  wiederholt,  und  zuletzt  von  dem  einen
Drathe  ein  kleines,  jedoch  so  langes  Stück  abgeschnitten,  bis  beide
*)  Gerne  hätte  ich  hier  einen  Ausdruck  gewählt,  der  für  jede  Ansicht  vom
Strome  oder  vom  Elektromagnetismus  gepasst  hätte,  allein  ich  fand  ihn
nicht,  und  muss  daher  die  Interpretation  einem  jeden  nach  seiner  Ansicht
überlassen.
            
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