Petri na. Beiträge zur Physik.
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Eingcsemlcte Abhandlungen.
Beiträge zu r P h y s i k.
Von dem c. M. Prof. Pctrina in Prag.
I. Ein neuer Versuch über die wechselseitige Anziehung der Windungen
einer galvanischen Spirale.
Die wechselseitige Anziehung galvanischer, nach derselben
Richtung laufenden Ströme, so wie die wechselseitige Abstossung
nach entgegengesetzten Richtungen gehender, ist eine ausgemachte
Thatsache, auch sind die Apparate, um diese Erscheinung auf
mannigfaltige Weise darzuthun, hinreichend bekannt; aber die wechselseitige
Anziehung der Windungen einer galvanischen Spirale finde
ich nirgends in den mir zugänglichen Schriften besprochen oder
durch directe Versuche nachgewiesen, wahrscheinlich ist dies unterblieben,
Weil eine solche Anziehung aus den obigen Erscheinungen
gefolgert werden konnte, und hiemit keines eigenen Nachweises zu
bedürfen schien. Ich habe jedoch diesen Gegenstand in mehrfacher
Beziehung zu wichtig gehalten, als dass ich mich mit einer blossen
Folgerung hätte zufrieden stellen können. Ich construirte daher einen
Apparat durch den sich die in Frage stehende Erscheinung auf eine
leichte und dabei unzweifelhafte Weise dartluin lässt.
Dieser Apparat ist in seiner halben Grösse abgebildet. MN ist
ein rundes Brettchen, welches in der Mitte eine halbkugelförmige
Vertiefung abc hat. Am Boden dieser Vertiefung ragt das Ende
des Kupferdrathes de hervor, welcher von der Klemme k ausgeht,
die zur Aufnahme des einen Polardrathes dient. Ss ist ein
Säulchen von Messing, das am unteren Ende eine Öffnung mit der
Schraube f bat, um darin den andern Polardrath befestigen zu
können, mno ist ein Träger, ebenfalls von Messing, der gehoben
und gesenkt, und in jeder Stellung mit dem Schräubchen g befestigt
werden kann, h ist eine feine fleissig gehende Schraube, an deren unterem
cylindrischem Ende die Drathspirale iS angebracht ist. Diese
Drathspirale besteht aus mit Seide übersponnenem Kupferdrathe von
S Schuh Länge und '/ 4 bis % W. L. Dicke. Man wickelt den
Drath auf eine Barometerröhre von 3 bis 4 Linien im äusseren
Durchmesser und zwar so, dass die Drathgänge so dicht als möglich
neben einander liegen, befestigt die Enden des Drathes an dem