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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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128  Zippe  und  Partscli.  Über  Pauliriy’s  plastischen  Atlas  der  Schweiz.
in  Metern  ausgedrückt;  die  einzelnen  Objecte  des  Reliefs  mit  Farben
ersichtlich  gemacht.  Das  Ganze  wird  nach  dem  vortrefflichen,  vom
eidgenössischen  Generalstabe  unter  der  Leitung  des  Generals  Dufou
  r  in  der  Herausgabe  befindlichen  topographisch-statistischen  Atlase
der  Schweiz  mit  vierfacher  Vergrösserung  desselben  ausgeführt.  Die
vorliegende  Section  Nr.  SC  gibt  das  südwestliche  Viertel  des  Blattes
Nr.  XVII  dieses  Atlases,  nämlich  einen  Theil  des  Rhone-Thaies  in
den  Cantonen  Wallis  und  Waadtland,  mit  den  Ortschaften  Aigle,
Monthei,  Bex,  St.  Maurice,  Riddes  u.  s.  w.,  mit  der  Gebirgsgruppe
des  Dent  du  Midi,  der  Diablerets,  des  Dent  de  Morde  u.  s.  w.  —
Die  Ausführung  lässt  Nichts  zu  wünschen  übrig.  Dem  Auge  stellt
sich  in  der  Vogelperspective  die  interessanteste  Ansicht  des  Landes
von  den  bebauten  Thaiesgründen  bis  zu  den  schneebedeckten  Höhen
in  einem  der  Natur  nachgebildeten  gefälligen  Colorite  dar.
Das  Relief  ist  über  einen  Metallguss  gepresst,  wodurch  Vervielfältigung ­
  möglich  wird.  Die  Anfertigung  muss  grosse  Mühe  und  bedeutende ­
  Vorauslagen  machen,  daher  der  Preis  einer  Section,  wenn
man  ihrer  vier,  die  ein  Tableau  oder  ein  Blatt  des  Dufo  ur’schen  Atlases ­
  bilden,  abnimmt,  laut  eines  gedruckten  Programms  auf  40  fl.
C.  M.,  der  einer  einzelnen  Section  auf  4S  tl.  C.  M.  gestellt  werden
musste.  Die  Anschaffung  der  Reliefs  für  Lehranstalten,  denen  sie
vorzüglich  nützlich  werden  könnten,  wird  durch  diesen  Preis  wohl
erschwert,  es  ist  aber  zu  hoffen,  dass  einzelne  Sectionen  oder  Tableaux
  von  Gegenden,  die  viel  besucht  werden,  z.  B.  das  Berner
Oberland,  guten  Absatz  finden  dürften.  Es  wäre  zu  wünschen,  dass
Herr  Pauliny  solche  Reliefs  auch  von  einigen  vaterländischen
Gegenden,  z.  B.  den  Gebirgen  bei  Wien,  der  Gruppe  des  Schneeberges ­
  bei  Wiener  Neustadt,  dem  Salzkammergute  u.  s.  w.  anfertigte. ­
  Wir  besitzen  aber  von  diesen,  wie  von  anderen  Gegenden  unseres ­
  Vaterlandes,  wenn  auch  in  mancher  Hinsicht  vortreffliche,  doch
keine  Karten,  die  dem  D  u  f  o  u  r’schen  Atlase  der  Schweiz  (wovon  nur
ein  Blatt,  und  zwar  Nr.  XVII,  jenes,  wovon  das  der  Akademie  übergebene ­
  Relief  einen  Theil  vorstellt,  der  Classe  zur  Ansicht  vorliegt)
in  jeder  Beziehung  an  die  Seite  gestellt  werden  können.
Wir  stellen  den  Antrag,  die  Classe  wolle  Herrn  Pauliny  für
sein  Geschenk  danken  und  ihre  Anerkennung  für  seine  schöne  und
empfehlenswerte  Leistung  ausdrücken  lassen.”
            
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