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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

He  eg  er.  Beiträge  zur  Naturgeschichte  der  Insecten.

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Beiträge  zur  Naturgeschichte  der  Insecten.
Von  Ernst  Ueeger.
(Taf.  I—VI.)
(Siebente  Fortsetzung.)

Naturgeschichte  der  Tinea  quercicoUella  F.  R.  in  litt.
Diese  neue  Schabenart,  welche  Herr  Mann  zuerst  entdeckte
und  benannte,  nährt  sich  als  Raupe  sehr  mannigfaltig,  nämlich
von  Holzschwämmen  an  Bäumen,  von  verschiedenem  Moderholz,
auch  von  türkischem  Waizen,  wenn  solcher  an  feuchten  Orten  aufbewahret ­
  wird.
Sie  machen  des  Jahres  zwei  Generationen,  indem  sie  grösstentheils
  als  Raupen  überwintern,  sich  erst  gegen  Ende  April  oder  anfangs ­
  Mai  zur  Puppe  verwandeln,  aus  welcher,  sowie  aus  den
wenigen  überwinterten  Puppen,  die  Schmetterlinge  gegen  Ende  Mai
zum  Vorschein  kommen.
Ich  konnte  nicht  bemerken,  dass  die  Schmetterlinge  Nahrung
aus  Blüthen  zu  sich  nehmen,  ungeachtet  ich  ihnen  alle  Gelegenheit
dazu  bereitete.
Sie  begatten  sich  an  demselben  Tage  Abends,  an  welchem  sie
des  Morgens  aus  der  Puppe  kommen,  und  die  Weibchen  legen  die
Eier  zu  zehn  bis  fünfzehn  auf  einmal,  in  allem  aber  hei  hundert  in
verschiedenen  Zeiträumen,  an  Orte  wo  die  Räupchen  gleich  Nahrung
finden.
Sechs  bis  zehn  Tage  darnach  brechen  die  Räupchen  aus,  zerstreuen ­
  sich  aber  gleich  und  trachten  sich  in  den  Gegenstand  ihrer
Nahrung  zu  verbergen,  wo  sie  dann  die  Öffnung  hinter  sich  schliessen,
um  sich  vor  Nachstellung  ihrer  Feinde  zu  schützen.
Nach  jeder  der  drei  Häutungen,  welche  auch  zwischen  zehn  bis
zwölf  Tagen  vor  sich  gehen,  verlassen  sie  ihre  alte  Wohnung  und
in  Anwendung  stehenden  Elemente  in  Wien  von  480  auf  84  ,  in  Verona
von  180  auf  60,  in  Triest  von  150  auf  84,  in  Salzburg  von  180  auf  60
und  in  Oderberg  von  96  auf  36  herabzusetzen,  und  somit  in  diesen  fünf
Stationen  die  sonst  nöthigen  1  102  Elemente  auf  324  zu  reduciren.
            
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