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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

des  k.  k.  Hof-Naturalien-Cabinetes  zu  Wien.

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vonAgassiz  gewühlten  vorziehen  möchte,  da  auch  mitunter  auf
den  Kiefern  festsitzende  Zähne  ohne  winkelig  gebogenem  Basalstück
Vorkommen.
Aus  dieser  Familie  der  Loricata  umfasst  vorliegende  Abhandlung ­
  nur  jene  Arten,  welche,  mit  bloss  einer  Rückenflosse  versehen,
der  alten  L  a  cep  e  d  e’schen  Gattung  Loricaria  beizuzählen  wären,
während  die  seiner  Gattung  Hypostomus  zuzurechnenden  den  Gegenstand ­
  der  II.  Abtheilung  bilden  werden.  —  Die  Gattung  Loricaria,
La  cep.  umfasst  aber  selbst  wieder  zum  Theil  so  abweichende  Arten,
dass  sie  unmöglich  in  Ein  Genus  vereinigt  bleiben  können.
Schon  Valenciennes  stellt  zwei  Gattungen  von  Panzerwelsen
mit  einer  Rückenflosse  auf,  die  Gattung  Loricaria  und  Rhinelcpis,
denen  ich  noch  zwei  neue  beizufügen  mich  gezwungen  sehe,  so  dass
derzeit  diese  Gruppe  vier  Gattungen  umfasst.
Da  Repräsentanten  der  Gattung  Rhinelcpis  dem  k.  k.  Museum
fehlen,  so  kommen  hier  nur  Arten  der  alten  Gattung  Loricaria  und
der  beiden  neuen:  Hemiodon  und  Accstra,  in  Betracht,  und  zwar  von
ersterer  neun  Arten,  darunter  vier  neue,  ferner  drei  Species  von
Hemiodon  und  zwei  von  Accstra.  Der  Charakter  der  beiden  neuen
Gattungen  lautet:  Hemiodon.  Körper  sehr  plattgedrückt,  Zähne  nur
im  Unterkiefer,  Zwischenkiefer  rudimentär,  zahnlos.
Accstra.  Körper  langgestreckt,  fast  cylindrisch,  Zähne  in  beiden
Kiefern,  die  Rücken-  der  Afterflosse  gegenständig.
Zur  Unterscheidung  der  Arten  erwiesen  sich  mir  als  brauchbare ­
  Merkmale:  die  relative  Länge  der  Kieferstücke,  die
Grösse,  Form  und  Zahl  der  Zähne,  die  Ausdehnung  der  beiden
Mundsegel,  der  hintere  Augenrandausschnitt,  der  bald
fehlt,  bald  vorhanden  und  dann  von  verschiedener  Grösse  und  Gestalt
ist,  die  Deckelstücke  und  angrenzenden  Kopfsclrlder,  in  sofern
sic  öfters  mit  steifen  Dornen  oder  Borstenbündeln  besetzt  sind,  und
endlich  die  bald  nackte,  bald  beschilderte  Unterseite  der
Schnauze.  Die  Berücksichtigung  dieser  Verhältnisse  setzte  mich
in  den  Stand,  die  Arten  schärfer  charakterisiren  zu  können,  als  dies
bisher  geschah,  und  zwar  wurde  das  gleiche  Verfahren  sowohl  für
die  bereits  von  anderen  Autoren  beschriebenen,  wie  auch  für  die  als
neu  erkannten  Arten  angewendet.
Schliesslich  glaube  ich  hier  nur  noch  einige,  die  ganze  Familie
betreffende  Resultate  vorläufig  audeuten  zu  müssen:

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