des k. k. Hof-Naturalien-Cabinetes zu Wien.
115
vonAgassiz gewühlten vorziehen möchte, da auch mitunter auf
den Kiefern festsitzende Zähne ohne winkelig gebogenem Basalstück
Vorkommen.
Aus dieser Familie der Loricata umfasst vorliegende Abhandlung
nur jene Arten, welche, mit bloss einer Rückenflosse versehen,
der alten L a cep e d e’schen Gattung Loricaria beizuzählen wären,
während die seiner Gattung Hypostomus zuzurechnenden den Gegenstand
der II. Abtheilung bilden werden. — Die Gattung Loricaria,
La cep. umfasst aber selbst wieder zum Theil so abweichende Arten,
dass sie unmöglich in Ein Genus vereinigt bleiben können.
Schon Valenciennes stellt zwei Gattungen von Panzerwelsen
mit einer Rückenflosse auf, die Gattung Loricaria und Rhinelcpis,
denen ich noch zwei neue beizufügen mich gezwungen sehe, so dass
derzeit diese Gruppe vier Gattungen umfasst.
Da Repräsentanten der Gattung Rhinelcpis dem k. k. Museum
fehlen, so kommen hier nur Arten der alten Gattung Loricaria und
der beiden neuen: Hemiodon und Accstra, in Betracht, und zwar von
ersterer neun Arten, darunter vier neue, ferner drei Species von
Hemiodon und zwei von Accstra. Der Charakter der beiden neuen
Gattungen lautet: Hemiodon. Körper sehr plattgedrückt, Zähne nur
im Unterkiefer, Zwischenkiefer rudimentär, zahnlos.
Accstra. Körper langgestreckt, fast cylindrisch, Zähne in beiden
Kiefern, die Rücken- der Afterflosse gegenständig.
Zur Unterscheidung der Arten erwiesen sich mir als brauchbare
Merkmale: die relative Länge der Kieferstücke, die
Grösse, Form und Zahl der Zähne, die Ausdehnung der beiden
Mundsegel, der hintere Augenrandausschnitt, der bald
fehlt, bald vorhanden und dann von verschiedener Grösse und Gestalt
ist, die Deckelstücke und angrenzenden Kopfsclrlder, in sofern
sic öfters mit steifen Dornen oder Borstenbündeln besetzt sind, und
endlich die bald nackte, bald beschilderte Unterseite der
Schnauze. Die Berücksichtigung dieser Verhältnisse setzte mich
in den Stand, die Arten schärfer charakterisiren zu können, als dies
bisher geschah, und zwar wurde das gleiche Verfahren sowohl für
die bereits von anderen Autoren beschriebenen, wie auch für die als
neu erkannten Arten angewendet.
Schliesslich glaube ich hier nur noch einige, die ganze Familie
betreffende Resultate vorläufig audeuten zu müssen:
8