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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Über  Dr.  H  er  ap  ath’s  Jod-Chinin-Verbindung.

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Hr.  Prof.  Stokes  fand,  dass  in  gleicher  Polarisationsrichtung
des  zurückgeworfenen  Strahles  dem  nahe  farblosen  Lichte  Glasglanz,
dem  dunkeln  oder  schwarzen  Tone  der  grüne  Metallglanz  entsprach.
Es  folgt  also:
2.  Die  Oberflächenfarbe  polarisirt  in  der  Querrichtung  der
Krystallblättehen  hei  ziemlich  senkrechtem  Lichteinfall  metallisch
gelblich-grün,  hei  grösseren  Winkeln  bis  in  dunkles  Stahlblau.
Da  Hr.  Prof.  Stokes  an  den  hier  erwähnten  Krystallen  die
Eigenschaft  der  polarisirten  metallischen  Oberflächenfarben  unabhängig ­
  von  meinen  Untersuchungen  analoger  Krystajle,  und  ohne  von
denselben  Kenntniss  zu  haben  entdeckte,  so  sind  daseihst  auch,  veranlasst ­
  durch  das  grosse  Interesse  der  Erscheinung,  ausführlich  die
verschiedenen  Modificationen  der  Beobachtungen  und  erklärende  Darstellungen ­
  über  die  Natur  derselben  gegeben.
Als  ich  den  Bericht  las,  fiel  mir  besonders  der  Umstand  auf,
dass  eine  grüne  metallische  Oberflächenfarbe,  hei  gleicher  Polarisirung,
  einem  vollständigen  Schwarz  der  Körperfarbe  entsprechen
sollte.  Das  Schwarz  befand  sich  im  Gegensätze  mit  der  vollkommenen ­
  Durchsichtigkeit  des  auf  die  vorhergehenden  Farben  senkrecht ­
  polarisirten  Lichtes.  Ich  hatte  geglaubt,  durch  Beobachtung  an
einer  ziemlichen  Anzahl  von  Körpern  als  Gesetz  genügend  nachgewiesen ­
  zu  haben,  dass  Oberflächen-  und  Körperfarben  gegen  einander ­
  in  einem  complementären  Gegensätze  stehen:  Dem  „Grün’  der
Oberfläche  hätte  in  der  Körperfarbe  ein  „Roth”  entsprechen  müssen. ­
  Es  war  nun  mein  lebhafter  Wunsch,  die  Krystalle  selbst  zu
untersuchen.  Nach  dem  im  Cosmos  angegebenen  Verfahren  konnte
cs  nicht  gelingen  sie  zu  bilden,  denn  durch  einen  unglücklichen
Druckfehler  stehen  für  das  Fällungsmittel  statt  solution  d’iode  duns
Valcool  die  Worte:  solution  d'aeide  dans  Valcool.  Ich  hatte  gänzlich ­
  vergessen,  dass  schon  im  Mai  mein  verehrter  Freund  Wühler
mir  von  dem  Körper  geschrieben  und  selbst  einen  Brief  von  Hrn.
Kindt  in  Bremen  darüber  mitgctheilt,  dass  auch  ein  Versuch  gemacht
wurde,  der  aber  nur  unvollständig  gelang,  und  gar  zu  kleine  Krystalle
lieferte.  Ganz  kleine  Krystalle  hatte  auch  Wühler  geschickt,  aber
ich  versäumte  sie  unter  stärkerer  Vergrösserung  zu  untersuchen.  Ich
schrieb  nun  neuerdings  an  Stokes  und  an  Wühler.  Ersterer
sandte  mir  auch  freundlichst  auf  einem  Glimmerblatt  aufliegende  Krystallc
  und  theilte  neuerdings  den  Process  der  Bildung  derselben  mit,
            
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