Übei' Dr. Herap a th’s Joil-Chinin-Verbinilung.
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auch ich sie wiederholt und ergänzt, unr den Zusammenhang nachzuweisen,
der zwischen denselben und mehreren meiner früheren
Beobachtungen und Ansichten Statt findet.
Die Krystalle sind von Herapath entdeckt, dargestellt, optisch
untersucht und beschrieben worden *), nnd zwar war es die den besten
Turmalin übertreffende polarisirende Eigenschaft derselben im durchfallenden
Lichte, welche vorzüglich seine Aufmerksamkeit in Anspruch
nahmen. Man erhält die Krystalle leicht auf folgende Art.
Das gewöhnliche käufliche Schwefelsäure Chinin (disulphate of
(juinine) wird in heisser Essigsäure aufgelöst (in dem Verhältnis
von etwa 10 Gran auf einen bis zwei Kubikzoll), und sodann, wenn
die Auflösung abgekühlt ist, tropfenweise einige wenige (3 bis 4)
Tropfen Jodsolution in Alkohol zugefügt, und zum gänzlichen Abkülilen
und Krystallisiren einige Stunden in Ruhe gelassen. Die Krystalle
nimmt man in etwas Flüssigkeit auf Glas, und hat sie so zur Untersuchung
vorgerichtet, sobald sie abgetrocknet sind. In einer späteren
Mittheilung 2 ) gibt Herapath die Formel (C 20 /Z. ä lVO 3 -|- I) -\-S0
3 -j- CHO. Die Ergebnisse zweier Untersuchungen A und B,
und der Berechnung C waren:
A. B.
Jod 32-6092 31-453
Schwefelsäure 10-612 10-844
Alkaloid . . . 42-692 —
Wasser . . . 14-1764 —
100-0896
C. Atome.
124 32-63 1
40 10-52 1
162 Chinin 42-63 1
54 14-2152 6
380
99-9952
Da indessen das durch einen spätem Process aus den diehromatischen
Krystallen wieder zurück dargestellte schwefelsaure Alkaloid
nicht ganz dieselben Eigenschaften hatte, wie das ursprüngliche
angewandte schwefelsaure Chinin, so zählt Herapath die Base
nicht unmittelbar zum Chinin selbst, aber auch nicht zum ß-Chinin
oder Chinidin, während sie sich mehr dem neuerlich sogenannten
7-Chinin anschliesst, drei Körper, von welchen das «-Chinin ein
Trihydrat, das ß-Chinin ein ßihydrat, und das 7-Chinin ein Monohydrat
des organischen Radicals C z0 H l2 NO z wäre.
1 ) Philosophical Magazine, März 1852, Ser. 4, Vol. 3, Nr. 17, p. 161.
2 ) Philosophical Magazine, Sept. 1852, Ser. 4, Vol. 4, Nr. 24, p. 186.