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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Übei'  Dr.  Herap  a  th’s  Joil-Chinin-Verbinilung.

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auch  ich  sie  wiederholt  und  ergänzt,  unr  den  Zusammenhang  nachzuweisen, ­
  der  zwischen  denselben  und  mehreren  meiner  früheren
Beobachtungen  und  Ansichten  Statt  findet.
Die  Krystalle  sind  von  Herapath  entdeckt,  dargestellt,  optisch
untersucht  und  beschrieben  worden  *),  nnd  zwar  war  es  die  den  besten
Turmalin  übertreffende  polarisirende  Eigenschaft  derselben  im  durchfallenden ­
  Lichte,  welche  vorzüglich  seine  Aufmerksamkeit  in  Anspruch ­
  nahmen.  Man  erhält  die  Krystalle  leicht  auf  folgende  Art.
Das  gewöhnliche  käufliche  Schwefelsäure  Chinin  (disulphate  of
(juinine)  wird  in  heisser  Essigsäure  aufgelöst  (in  dem  Verhältnis
von  etwa  10  Gran  auf  einen  bis  zwei  Kubikzoll),  und  sodann,  wenn
die  Auflösung  abgekühlt  ist,  tropfenweise  einige  wenige  (3  bis  4)
Tropfen  Jodsolution  in  Alkohol  zugefügt,  und  zum  gänzlichen  Abkülilen
  und  Krystallisiren  einige  Stunden  in  Ruhe  gelassen.  Die  Krystalle
nimmt  man  in  etwas  Flüssigkeit  auf  Glas,  und  hat  sie  so  zur  Untersuchung ­
  vorgerichtet,  sobald  sie  abgetrocknet  sind.  In  einer  späteren
Mittheilung  2 )  gibt  Herapath  die  Formel  (C 20 /Z. ä lVO 3  -|-  I)  -\-S0
 3  -j-  CHO.  Die  Ergebnisse  zweier  Untersuchungen  A  und  B,
und  der  Berechnung  C  waren:

A.  B.
Jod  32-6092  31-453
Schwefelsäure  10-612  10-844
Alkaloid  .  .  .  42-692  —
Wasser  .  .  .  14-1764  —

100-0896

C.  Atome.
124  32-63  1
40  10-52  1
162  Chinin  42-63  1
54  14-2152  6

380

99-9952

Da  indessen  das  durch  einen  spätem  Process  aus  den  diehromatischen
  Krystallen  wieder  zurück  dargestellte  schwefelsaure  Alkaloid ­
  nicht  ganz  dieselben  Eigenschaften  hatte,  wie  das  ursprüngliche
angewandte  schwefelsaure  Chinin,  so  zählt  Herapath  die  Base
nicht  unmittelbar  zum  Chinin  selbst,  aber  auch  nicht  zum  ß-Chinin
oder  Chinidin,  während  sie  sich  mehr  dem  neuerlich  sogenannten
7-Chinin  anschliesst,  drei  Körper,  von  welchen  das  «-Chinin  ein
Trihydrat,  das  ß-Chinin  ein  ßihydrat,  und  das  7-Chinin  ein  Monohydrat ­
  des  organischen  Radicals  C z0 H l2 NO z  wäre.

1 )  Philosophical  Magazine,  März  1852,  Ser.  4,  Vol.  3,  Nr.  17,  p.  161.
2 )  Philosophical  Magazine,  Sept.  1852,  Ser.  4,  Vol.  4,  Nr.  24,  p.  186.
            
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