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H a i d i n g e i\
Gerne willfahre ich dem unermüdlich aufmerksamen Beobachter;
es wäre früher geschehen, wenn ich nicht hätte die sogleich in
unserem Laboratorium eingeleitete chemische Untersuchung und ihre
Ergebnisse abwarten wollen. Ist auch die Mittheilung, der Natur der
Sache entsprechend, hei dem Mangel an regelmässiger Krystallbildung
und wohl auch an festen Verhältnissen der Bestandteile,
weniger anregend, so bleibt es doch immer unsere Pflicht, Sandkorn
an Sandkorn zu reihen, wo es sich darum handelt, die natürlichen
Vorkommen unserer vaterländischen Erzeugnisse zu studiren.
1. Form. Plattenförmige Gangtrümmer.
2. Masse. Bruch kleinmuschlig bis uneben. Fettglanz in den
Glasglanz geneigt. Farbe dunkel röthlichbraun, nur an den dünnsten
Kanten in das Hyacinthrothe geneigt. Strich matt, wachsgelb in
das Orangegelbe. An den Kanten durchscheinend. Spröde. Härte
= 3'S auf der Feile. Ritzt den Calcit, wird vom Fluss geritzt. Gewicht
= 4-086, 4-237, 4-163 in drei Versuchen, Mittel =4-129.
Beides nach Hrn. Victor Ritter v. Zepharovich.
Zur Vergleichung mögen die von Hrn. Prof. Breithaupt für
das Urangummi verzeichneten Eigenschaften angeführt werden.
Porodisch, opalartig. Fettglanz. Farbe röthlichgelb, gelblich—
und röthlichbraun. Strich pomeranzen- bis strohgelb. Durchscheinend
bis an den Kanten. Nierenförmig und derb. Bruch muschlig. Seinleicht
zerspringbar. Der Körper dem Gummigutt sehr ähnlich. Gewicht:
3-986 bis 4-180. Härte 2-5 bis 3-0.
3. Materie. Die chemische Analyse, im Laboratorium der
k. k. geologischen Reichsanstalt durch den Vorstand desselben, Hrn.
Dr. Fr. Ragsky, ausgeführt, gab die folgenden Verhältnisse der
Bestandteile a. Zur Vergleichung ist in b die Analyse des Gummierzes
durch Kersten beigefügt:
d• Oxygengehalt. b.
Uranoxyd .
Kalkerde
Eisenoxyd .
Eisenoxydul
Bleioxyd. .
Thonerde .
Magnesia .