Anwendung der Zweigströme bei der Telegraphie.
5
dürfte naeli meiner Ansicht eine einzige dieser Hauptbatterien und
eben nur eine der Localbatterien ausreichend sein, auch in dem
Falle, wenn nach allen sieben Richtungen zu gleicher Zeit telegraphirt
werden sollte. Man braucht nur jene Batterie zu nehmen, der
man sich für die entfernteste Station zu bedienen pflegt, den einen
Pol derselben mit den Dräthen aller Telegraphen-Linien, so wie den
andern Pol wie sonst mit der Erde zu verbinden.
Bezeichnet man die elektromotorische Kraft der Batterie mit K,
die Widerstände der einzelnen Telegraphenlinien mit zv { ,w 3 ,io 3 etc,
und die Stromgrössen für einzelne Schliessungen mit J u J s , J 3 etc.
so erhält man nach der Ohm’schen Theorie die Gleichungen:
I /,
K
J =
K
etc.,
weil der Widerstand der Batterie gegen zo ± , w„, zv 3 etc., verschwindend
klein ist, und daher vernachlässigt werden kann.
Wird die Batterie nach allen Richtungen zu gleicher Zeit benützt,
so erhält man für diesen Fall die Formel J 0 — —, wenn zv a den
W 0
summatorischen Widerstand, und den Strom bedeutet, welchen die
Batterie in diesem Falle, und unter der Bedingung, dass auch jetzt
ihr Widerstand gegen w 0 verschwindend klein ist, zu geben vermag.
Da wie hinreichend bekannt ist — = ——I—-—I—— etc.
«’o io, 1 te 2 1 w 3
Hiemit
so ist
oder
und
w„ =
Jo
u>, .M! 2 .w 3 .
w 3 . w 3 . . -|- IV t .w 3 .. -(- w t . iv a . . . .
IV 2 .W 3 . . w l .w 3 . . -f- w i w z . . .
j w z .w a . .K -f- iv t .tr s . .K -|- «ij ,w z . .K
,/ n = etc..
W, . Wo .Wo. ...
. _ K K K .
•/o — — — —j— — etc.
«• 1 in. ' in
Aus dieser Gleichung und den obigen Gleichungen sub I folgt,
dass «/„ = ,/, J, -)- J 3 etc., und dass daher auch jeder Zweigstrom
gerade so gross ist, als er es sein würde, wenn sein Leiter die
Batterie allein geschlossen hätte. Ferner folgt daraus, dass die Zweigströme
von einander unabhängig sind, und dass sie hiemit keinen