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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Anordnung  der  kleinsten  Theilchen  in  Krystallen.

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IS.  April  1851  verdanke.  Aber  auf  der  andern  Seite  vereinigen
die  „Paramorphosen’’  so  sehr  alle  Eigenschaften  der  Pseudomorphosen,
  dass  ich  gerne  die  gegenwärtige  Veranlassung  benütze,  um
mich  dagegen  auszusprechen,  dass  sie  in  einer  dem  Begriff  von
Pseudomorphose  entgegengesetzten  Bedeutung  genommen  werden.
Schon  vor  längerer  Zeit  hatte  Herr  W.  Stein  durch  den  Ausdruck
Paramorphosen  *)  jene  Unterabtheilung  der  Pseudoinorphosen
bezeichnet,  deren  Wesen  darin  besteht,  dass  von  einer  dimorphen
Substanz,  die  der  einen  Erscheinung  ungehörigen  Formen  den  Umschluss ­
  machen,  in  welchem  sich  die  Individuen  zeigen,  welche  die
andere  Form  der  Substanz  besitzen,  wie  wenn  Kalkspath  den  Baum
früherer  Aragonkrystalle  erfüllt.  Herr  Professor  Sc  he  er  er  hat  nun
den  Dimorphismus  von  mancherlei  Substanzen  zusammengesetzter
Natur  nachgewiesen,  namentlich  zwischen  einer  grossen  Anzahl  von
eigentlichen  augitischen  und  anorthischen  Feldspathen  und  pyramidalen ­
  Skapolithen.  So  findet  er  gleiche  Formeln  bei  den  folgenden:

Feldspathen  :
Lepolith
Linseyit
Anorthit
Thiorsavit
Barsowit
Bytownit
Labrador  v.  ^

die  Formeln  :
=  (3ÄÖ+  Si  0 3 )  +  2(Ä0O3+  Si  0 3 )

Skapolithen  :
(Mejonit  von  Monte)
und  <  Somma  >
(Skapolith  von  Ersby)
(Skapolith  von  Tuna-}
und  <  berg  >
(Wernerit  von  Ersby  J
(  Werner  it  von  Ersby)
und  j  (andere  Art)  >=  (3fl0+  Si  0 3 )  -j-  -\-  Si  0 3 )

(3iJO+  Si  0 3 )  +  3(fl 3 0 3 +  Si  O s )

Labrador

Oligoklas
Havnefj

kXH  (ao+  si  ° a)  +  si

brador  v.)  ,  (_,.  .  _  ,  )
Vesuv,  j  und  jWerneritvonPettebyl  =  (3Jl0+2Sf  0 3 )  -f  Si  0 3 )
j  (Skolezit,  wasser-I
  ,  1  freier  von  Parva
I  jWernent  von  E
)  (  (dritte  Art)
las  )  (  )
jorditj  und  | Ska P° lith  von  Sjösa>  ==  (  HO+  Si  ö 3 )  +  (fl ä 0 3 +2Si  0 3
1 ,  (Skapolith  von  Kra-)  .  _  _  ,  ^
’ md  j  geröe  =  (  R0 +  Sl  °s)  +  (n,0 3  +  SSi  0.)

Albit
Orthoklas

f  und  | Ska
!  1  ri

(Skapolith  von  Sna-|=

  (  «0+  Si  O s )  +  (fi„0 3 +3Si  0 3 )

Auf  diesen  Dimorphien,  die  zum  Theil  durch  die  Annahme  des
basischen  Wassers  erleichtert  werden,  beruht  nun  die  Ansicht,  „dass

*)  Blum:  Nachtrag  zu  den  Pseudomorphosen  S.  8.  —  v.  Leonhard  und
Bronn:  neues  Jahrbuch  1845,  S.  395.

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