96
Hai dinge r. Eine Bemerkung über die
nicht vier Paare, sondern nur vier einzelne Gruppirungen, wie die
oben beim Biotit vorausgesetzten in den vier Richtungen der rhomboedriscben
Axen betrachten, ohne sie paarweise zu verbinden, so
müsste man eine Durchdringung voraussetzen, also einen ganz ungleichartigen
Kern in der umgebenden Masse, was doch gewiss nicht
zugegeben werden kann.
Die Form des Eisenoxyduls ist unbekannt. Ist sie tessulariscb,
isomorph mit Magnesia im Perildas (MgO, Fe(j), oder rhomboedriscli,
isomorph mit Zinkoxyd (Zn 0), oder pyramidal, isomorph mit
Manganoxydul im Braunit (Mn s 0 2 )? Jedenfalls spricht die in den
Farben ausgedrückte Verschiedenheit dafür, dass sie nicht dieselbe
ist, wie die des Eisenoxydes. Gleiche Theile Fe und 0, Eisen und
Oxygen kann man nun in Mehrzahl freilich auf mancherlei Weise
gruppiren; wie sie aber auch immer gruppirt sein mögen, so ist die
einzige Lage, in der sie neben den der Axe parallelen Theilchen von
Eisenoxyd Fe z 0 3 imBiotit erscheinen können, die in der Ebene senkrecht
auf die Axe. Die Symmetrie erfordert aber dann, dass in jeder
Ebene zunächst dem obern und dem untern Endpunkt der Axe des
Eisenoxydtheilchens mindestens dreiEisenoxydultheilchen liegen, die,
von diesen Endpunkten ausgehend, eine der rhomboedrischen Gestalt
entsprechende Richtung haben und daher Winkel von 120° oder in
der Verlängerung von 60° mit einander einschliessen. Die Richtungen
auf den zwei parallelen Flächen senkrecht auf die Axe sind einander
parallel; auf das Oktaeder bezogen entsprechen sie der von
jeder Spitze auf die gegenüberstehende Kante gezogenen Linie. Andern
ganzen Oktaeder des Magnetits sind also für jedes Flächenpaar drei
Paare, daher für vier Flächenpaare zwölf Paare solcher Linien oder
halb so viele Axenrichtungen der Eisenoxydultheilchen vorhanden.
Durch je vier Linien kann man eine Granatoidfläche durch den Mittelpunkt
des Oktaeders legen, im Ganzen sechs, die sich unter 60°
und 120° scheiden.
Die Eisenoxydtheilchen und die Eisenoxydultheilchen sind im
Magnetit vollkommen nach der tessularischen Symmetrie gruppirt.
Freilich kann man keine entsprechende optische Beobachtung machen,
welche bewiese, dass nach allen Richtungen gleiche Farbentöne vorhanden
sind. Aber an den ganz analogen isomorphen Verbindungen
des Spinells MgO-{-ALO a , Galmits ZnO -j- ALO s sind die Farbentöne
bekanntlich in allen Richtungen gleich. Bei dem einaxigen