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Petrina. Über die vorteilhafte
Als dieses Instrument nach Besiegung mehrerer Schwierigkeiten
zu Stande kam, überzeugte ich mich, dass es nicht nur manche finden
Physiker interessante Erscheinung wahrnehmen lässt, sondern,
dass es auch den Keim einer neuen praktischen Anwendung des Elektromagnetismus
enthält.
Bei diesem Instrumente, dessen Auseinandersetzung hier, weil
sie nicht wesentlich ist, übergangen werden soll, erging es mir so,
wie manchem mit den theoretischen Formeln wohlvertrauten Physiker.
Oft findet man nämlich Manches erst dann in den Formeln, nachdem
es durch den Versuch nachgewiesen worden ist.
Anfangs glaubte ich eben so viele, wenn auch kleine, galvanische
Elemente anwenden zu müssen, als die Harmonika der Töne hat, weil
ich hei Anwendung eines einzigen Elementes für mehrere Töne eine
Schwächung ihrer Intensität, und eine Änderung ihrer Höhen befürchtete.
Der Versuch überzeugte mich jedoch vom Gegentheil; denn bei
Anwendung nur eines einzigen kleinen Elementes für alle acht Töne
meiner Harmonika ergab sich weder eine Schwächung derselben
noch eine Störung ihrer Höhen, sie mochten in einer beliebigen Ordnung
nach einander oder combinirt, oder aber alle zugleich angeschlagen
werden.
Diese meiner Ansicht nach wichtige Erfahrung findet in der
Olnn’schen Theorie und der der Zweigströme ihre vollkommene Begründung;
denn jene gibt an, dass der Strom eines galvanischen
Apparates in demselben Verhältnisse wächst, in welchem Verhältnisse
der gesammte Widerstand der Kette abnimmt, und diese lehrt, dass
jeder Zweigstrom jene Grösse behält, die er haben würde, wenn
durch seinen Leiter allein die Kette geschlossen wäre, jedoch bei
der einzigen Voraussetzung, dass der Widerstand des Strom-Erregers
nicht nur gegen den Widerstand jedes einzelnen Schiiessungsleiters,
sondern auch gegen ihren, sogenannten summatorischen Widerstand
verschwindend klein ist.
Diese so wichtige Theorie der Zweigströme finde ich, so weit
mir die Literatur dieses Zweiges der Physik bekannt ist, noch
nirgends in der Telegraphie benützt.
Im Wiener Telegraphen-Bureau befinden sich, nach eingeholter
Erkundigung, ebenso viele Hauptbatterien, als es von dort aus verschiedene
Telegraphen-Linien gibt, und eben so viele Localbatterien,
als dort der Morse’schen Schreibapparate aufgestellt sind, und doch