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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Petrina.  Über  die  vorteilhafte

Als  dieses  Instrument  nach  Besiegung  mehrerer  Schwierigkeiten
zu  Stande  kam,  überzeugte  ich  mich,  dass  es  nicht  nur  manche  finden ­
  Physiker  interessante  Erscheinung  wahrnehmen  lässt,  sondern,
dass  es  auch  den  Keim  einer  neuen  praktischen  Anwendung  des  Elektromagnetismus ­
  enthält.
Bei  diesem  Instrumente,  dessen  Auseinandersetzung  hier,  weil
sie  nicht  wesentlich  ist,  übergangen  werden  soll,  erging  es  mir  so,
wie  manchem  mit  den  theoretischen  Formeln  wohlvertrauten  Physiker.
Oft  findet  man  nämlich  Manches  erst  dann  in  den  Formeln,  nachdem
es  durch  den  Versuch  nachgewiesen  worden  ist.
Anfangs  glaubte  ich  eben  so  viele,  wenn  auch  kleine,  galvanische
Elemente  anwenden  zu  müssen,  als  die  Harmonika  der  Töne  hat,  weil
ich  hei  Anwendung  eines  einzigen  Elementes  für  mehrere  Töne  eine
Schwächung  ihrer  Intensität,  und  eine  Änderung  ihrer  Höhen  befürchtete. ­
  Der  Versuch  überzeugte  mich  jedoch  vom  Gegentheil;  denn  bei
Anwendung  nur  eines  einzigen  kleinen  Elementes  für  alle  acht  Töne
meiner  Harmonika  ergab  sich  weder  eine  Schwächung  derselben
noch  eine  Störung  ihrer  Höhen,  sie  mochten  in  einer  beliebigen  Ordnung ­
  nach  einander  oder  combinirt,  oder  aber  alle  zugleich  angeschlagen ­
  werden.
Diese  meiner  Ansicht  nach  wichtige  Erfahrung  findet  in  der
Olnn’schen  Theorie  und  der  der  Zweigströme  ihre  vollkommene  Begründung; ­
  denn  jene  gibt  an,  dass  der  Strom  eines  galvanischen
Apparates  in  demselben  Verhältnisse  wächst,  in  welchem  Verhältnisse
der  gesammte  Widerstand  der  Kette  abnimmt,  und  diese  lehrt,  dass
jeder  Zweigstrom  jene  Grösse  behält,  die  er  haben  würde,  wenn
durch  seinen  Leiter  allein  die  Kette  geschlossen  wäre,  jedoch  bei
der  einzigen  Voraussetzung,  dass  der  Widerstand  des  Strom-Erregers
nicht  nur  gegen  den  Widerstand  jedes  einzelnen  Schiiessungsleiters,
sondern  auch  gegen  ihren,  sogenannten  summatorischen  Widerstand
verschwindend  klein  ist.
Diese  so  wichtige  Theorie  der  Zweigströme  finde  ich,  so  weit
mir  die  Literatur  dieses  Zweiges  der  Physik  bekannt  ist,  noch
nirgends  in  der  Telegraphie  benützt.
Im  Wiener  Telegraphen-Bureau  befinden  sich,  nach  eingeholter
Erkundigung,  ebenso  viele  Hauptbatterien,  als  es  von  dort  aus  verschiedene ­
  Telegraphen-Linien  gibt,  und  eben  so  viele  Localbatterien,
als  dort  der  Morse’schen  Schreibapparate  aufgestellt  sind,  und  doch
            
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