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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

Vortrag  

A444!



gebracht in   boshaftem Gedicht „Die 
   in dem der Dichter schildert,
wie herrlich weit wir es schon gebracht haben, wie wir
Atome spalten und mit dem Flugzeug den Himmel erobert
 haben, rund um den Planeten telephonieren und das
Weltall abhören können. Er schließt dann seine Schilderung
 der Menschheit mit den Worten:

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
den Fortschritt der Menschheit geschaffen,
doch davon mal abgesehen und —
bei Lichte betrachtet — sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.

Leider ist die Sache gar nicht zum Lachen. Der Vorsprung,
 den unser Verständnis für die Natur heute vor
dem Verständnis für uns selbst und die Nebenmenschen
gewonnen hat, birgt ernste Gefahren in sich. Im Oktoberheft
 des Bulletin of the   macht Dr. 
 ein Mitarbeiter des Instituts für Kernphysik an
der -    einen sehr ernsthaften
Kostenvoranschlag für das Projekt eines umfassenden
Selbstmords der Menschheit. Die konkrete Fragestellung
ist die: Wieviel schwerer Wasserstoff und wieviel Kobalt
ist erforderlich und was kostet es, um eine Wasserstoffsuperatombombe
 mit einem Kobaltmantel herzustellen, bei
deren Explosion so viel radioaktives Kobalt in die Erdatmosphäre
 zerstäubt wird, daß nach allmählichem Absetzen
 des Staubes über die ganze Erdoberfläche eine
radioaktive Schicht erzeugt wird, die im Laufe der darauffolgenden
 Monate allen Lebewesen tödliche innere Verbrennungen
 zufügt. Seine Berechnungen ergeben, daß
wir es heute glücklich schon so weit gebracht haben, um

 1950.

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