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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

Glückwunschschreiben

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fortlebt, auf das engste zusammenhängen und wie sie anderseits doch
in noch weiteren Ausmaßen, als man dies bisher annahm, von 
 und auch altrömischen Vorbildern beeinflußt sein können, ferner
 wie überdies die Möglichkeit besteht, daß in ihren poetisch stilisierten
 Gestalten und Handlungen historische Persönlichkeiten und
Begebenheiten aus der Zeit der Entstehung dieser Gedichte sich spiegeln,
 Dafür bieten Ihre weit ausgreifenden und tief eindringenden
Arbeiten über „Hilde-Gudrun‘“, „Beowulf‘“, „Siegfried‘‘, „Italienische
Normannen in  Heldensage‘‘, „Gahmuret‘, sodann Ihre „Studien
 zum Nibelungenlied‘‘ und Ihre „Walthariusstudien‘‘ eine reiche
Fülle von eindrucksvollster Belehrung, die andauernd weiter wirken
wird. Wichtige Denkmäler altdeutscher Dichtung, der „Meier 
 sowie „Merlin‘‘ und „Seifrid von Ardemont‘‘, werden in Ihren
mustergültigen Textgestaltungen und mit Ihren den Zugang zu diesen
Denkmälern liebevoll erschließenden und erleichternden Einleitungen
von Lernenden und Lehrenden immerzu mit großer Dankbarkeit für
den Spender dieser Gaben studiert und interpretiert werden. Ebenso
werden Ihre so bedeutenden Leistungen auf dem Gebiete der Organisation
 des wissenschaftlichen Studienbetriebes sowie der wissenschaftlichen
 Zusammenarbeit unvergessen bleiben. Zumal das von Ihnen geplante
 Monumentalwerk einer kritischen Gesamtedition der älteren
 Inschriften, das unter Ihrer Direktion bereits in Erscheinung
zu treten begann, wird auch als Denkmal Ihres Schöpferwillens immerdar
 fortbestehen.
Seien Sie also, hochverehrter Herr Kollege, nunmehr an Ihrem
achtzigsten Geburtstag von der    
 in  herzlichst begrüßt in dem Sinne, daß Sie noch
lange Zeit an Ihren Schöpfungen sich erfreuen und auch aus solcher
Freude die Lust zu weiterem Schaffen und Wirken gewinnen mögen!
 den 19. August 1950,
Für das Präsidium
der    

Der Vizepräsident:
 

Der Generalsekretär:
 

Glückwunschschreiben zum 80. Geburtstag des korrespon:
dierenden Mitgliedes Prof, Dr.  
Sehr verehrter Herr Kollege!
Ihre Freunde und Schüler wissen, warum an keinem der in einem
erfolgreichen Forscherleben sonst kaum zu übergehenden Festtage in
der wissenschaftlichen Literatur Ihrer gedacht wurde, Aus Ihrer Abneigung
 gegen Jubiläen haben Sie nie ein Hehl gemacht, So bewährt
der alte Brauch unserer Akademie gerade bei Ihrem achtzigsten Ge-
            
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