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Die Jahressitzung 1950.
entgegenbrachten und die auch dort, wo Sie Ansuchen abweisen mußten,
hinter jeder Ihrer Entscheidungen stand.
Daß die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft unter Ihrer
Leitung auch österreichischen Unternehmungen zur Verfügung stand
und daß gerade diese Hilfe von Ihnen, hochgeehrter Herr Staatsmini-
stets mit ganz besonderer Freundlichkeit gewährt wurde, kann
Ihnen die österreichische Wissenschaft nie vergessen, Als Ihre Vertreterin
darf heute unsere Akademie Ihnen, ihrem Ehrenmitgliede, mit
ganz besonderer Herzlichkeit das Beste für Ihr weiteres Leben wünschen,
Der Vizepräsident:
Richard Meister Richard Meister
Wien den 4. Juni 1950.
Für das Präsidium:
Der Generalsekretär:
Josef Keil Josef Keil
Glückwunschschreiben zum 80. Geburtstag des Ehrenmitgliedes
Geh. Regierungsrates Prof, Dr. Friedrich Panzer Friedrich Panzer
Hochverehrter Herr Kollege!
Die Feier Ihres achtzigsten Geburtstages am 4, September 1950
gibt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Österreichischen Akademie der Wissenschaften Österreichischen Akademie der Wissenschaften Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien den
willkommenen Anlaß, Ihnen die herzlichsten Grüße und Glückwünsche
verehrungsvoll zu entbieten. Mit freudigem Stolz gedenkt die Akademie
dieses Ihres Ehrentages und der Ehrungen, die Ihnen aus diesem
Anlasse von der gesamten wissenschaftlichen Welt erwiesen werden,
in dem Bewußtsein, Sie eben auch als ihr Ehrenmitglied zu den
Ihren zählen zu dürfen,
Sie haben mit Ihren so erfolgreichen Arbeiten sowie als Leiter und
Lenker wissenschaftlicher Forschung und Lehre schon seit langer Zeit
einen so hoch erhobenen Platz im deutschen Geistesleben sich errungen,
daß Sie von da aus wahrlich mit vollster Genugtuung auf Ihr
bisheriges Schaffen und Wirken zurückblicken dürfen. Ihr unentwegtes
Bestreben war es, den unerschöpflichen Hort altdeutscher Kultur
in. Sprache, Schrifttum, Dichtung und Kunst aller Art dem deutschen
Volke zu deutlicherem Bewußtsein zu bringen in dem Sinne, von dem
einst Jacob und Wilhelm Grimm Wilhelm Grimm sowie Ludwig Uhland Ludwig Uhland beseelt waren,
als sie diesen Hort deutscher Kultur wieder zu erschließen und leben.
dig wirksam zu machen begannen, Zu diesen andauernd leuchtenden
Leitsternen aufblickend, haben Sie, unbeirrt von dem Widerstreit vergänglicher
Lehrmeinungen, sich Ihren eigenen Weg gebahnt, der zu
wertvollsten Bereicherungen unseres Wissens zumal von altdeutscher
Dichtung führte. Ihnen gelang es, vor allem zu wichtigen Erkenntnis-Sen
vorzudringen, die neue Lichter über die Entstehungsbedingungen
für die epische Poesie des Mittelalters im germanisch-deutschen Bereich
verbreiteten. Sie haben einleuchtend gezeigt, wie diese Dichtungen
einerseits mit altem volkstümlichen Erzählgut, das zumal im Märchen