Glückwunschschreiben.
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Wenn es auch unvorstellbar ist, bei uns, wie es anderswo und insbesondere
in Amerika geschieht, die Gründung und Führung der Hochschulen
privaten Händen anzuvertrauen, so besteht doch kein Hindernis,
ihre Leistung durch private Stiftungen zu erhöhen, wobei die
Bestimmungen des Stiftsbriefes dazu beitragen mögen, die da und dort
durch die staatliche Führung bewirkte Verengerung des Gesichtskreises,
das allzu zähe Festhalten an der Tradition zu beheben,
Zweitens aber wäre es wünschenswert, daß die Akademiker selbst
aus der Enge und Konzentration ihres Spezialistentums hervortreten,
daß sie bewußt den persönlichen Kontakt mit der breitesten Öffentlichkeit
suchen und damit den unmittelbaren Einfluß der Wissenschaft
auf das gesamte Zeitgeschehen verstärken, ihr den tiefen Respekt verschaffen,
der ihr gebührt, und daß sie alle Schranken niederzulegen
trachten, die Wissenschaft und Volk zum Schaden beider voneinander
trennen,
Möge Ihr Besuch an meinem heutigen Ehrentage als Symbol dafür
gelten, daß Sie den Mann aus dem Volke — denn das bin ich immer
gewesen und geblieben — als Ihren Geistesgefährten und Mitkämpfer
betrachten, als Zeichen der Erkenntnis, daß die innige Verbindung
von Wissenschaft und Volk für die Erhaltung unseres Kulturniveaus
mehr als je zuvor entscheidend ist. In diesem Geiste erwidere ich die
guten Wünsche, die Sie mir heute dargebracht haben, und danke für
die mir neuerdings erwiesene Ehrung.
Glückwunschschreiben zum 90. Geburtstage
des Ehrenmitgliedes der Gesamtakademie Staatsminister a D Gesamtakademie Staatsminister a D Gesamtakademie Staatsminister a D Gesamtakademie Staatsminister a D
Dr. Friedrich Schmidt-Ott Friedrich Schmidt-Ott
Hochverehrter Herr Staatsminister!
Wenn die Österreichische Akademie der Wissenschaften Österreichische Akademie der Wissenschaften Österreichische Akademie der Wissenschaften Österreichische Akademie der Wissenschaften es unternimmt,
Ihnen als neben dem Bundespräsidenten unserer Republik
Dr, Dr. h. c. Karl Renner Karl Renner und dem letzten Kurator der Kaiserlichen
Akademie, Erzherzog Eugen einzigem Ehrenmitgliede der Gesamtakademie
zu Ihrem 90, Geburtstag zu gratulieren, so ist sie sich der
Außerordentlichkeit dieser Aufgabe voll bewußt. Denn jeder Versuch,
Ihre Verdienste um die deutsche und die allgemeine Wissenschaft aufzuzählen,
müßte an der Vielseitigkeit und Unerschöpflichkeit dieser
Verdienste scheitern, Aber auch dann, wenn er durchführbar wäre,
würde er Ihrer Persönlichkeit in keiner Weise gerecht werden, Han-
es sich doch bei Ihnen nicht um Einzelheiten, sondern um ein
einzigartiges Ganzes, einzigartig durch Ihr unermüdliches, dem einen
großen Ziel der Wissenschaftsförderung geweihtes Streben und durch
die unbestechliche Wahrhaftigkeit Ihres Wesens. Und wer, wie mehrere
von uns, das Glück hatte, mit Ihnen persönlich bekannt zu werden
oder auch nur einmal zusammen zu arbeiten, der weiß auch noch
von der großen Güte Ihres Herzens, die Sie jedem ernst Strebenden