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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

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keit der Erbeigenschaften in der F?-Generation hängt von
der Zugehörigkeit der sie determinierenden Gene zu bestimmten
 Chromosomen und von ihrer Lage in denselben
ab! Liegen diese Gene in verschiedenen Chromosomen, so
gilt das klassische 3.  Gesetz der freien Kombinierbarkeit,
 dieses bekundet sich also als ein Spezialfall.
 Sind diese Gene jedoch beide in einem der vier
Chromosomen lokalisiert, so zeigen sie Koppelungserscheinungen.
 Der Grad der Koppelung ließ sich verständlich
machen durch die bald gesicherte Annahme, daß er von
dem Abstand abhängt, welcher zwischen ihren Orten im
Chromosom sich erstreckt. Je näher die untersuchten Gene
zueinander liegen, desto stärkere Koppelung; je weiter sie
sich voneinander entfernt befinden, desto lockerer ist die
Koppelung.
Diese Lösung des anfänglich überaus undurchsichtigen
 Problemkomplexes, der das 3.  Gesetz betraf,
 hat sich bald auch bei einigen anderen, sowohl tier1-schen
 als auch pflanzlichen Objekten, die für derartige
Vererbungsversuche praktikabel waren, verifizieren lassen.
Dieser entscheidende, durch  erarbeitete Fortschritt
 in der Vererbungswissenschaft steht heute — mag
es auch Gegenbewegungen geben — unerschüttertda
und hat das großartige, das Organismenreich umfassende
 Erkenntnisgebäude in integrierender Weise
gefestigt und weitergeführt.

Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, sind unübersehbar
 und werden noch lange nicht ausgeschöpft sein.
 selbst, zusammen mit seinen Mitarbeitern, war
schon in der Lage, einige sehr wesentliche ziehen zu können,
 Erstens ist diese begrenzte Neukombinierbarkeit bei
Merkmalen des gleichen Chromosoms nur möglich, wenn
            
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