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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

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Apparaturen notwendig sein könnten, machte aber von
solchen Möglichkeiten keinen Gebrauch.
Es begann ihn nun das Mutationsproblem zu interessieren.
 Auf der Suche nach einem günstigen zoologischen
Objekt für diese Frage, wobei leichte und bequeme Züchtbarkeit,
 ein kurzer Lebenszyklus und eine reichliche Fortpflanzungsziffer
 in Betracht kamen, stieß er 1909 auf
 melanogaster, der Tau- oder Obstfliege.
 Sie wurde durch ihn und seine Schule das meistgezüchtete
 Laboratoriumstier, da sich ergab, daß sie eine
kurze Entwicklungszeit (vom Ei bis zur  ca. 10 Tage)
besitzt, 30 Generationen im Jahre sich zu folgen pflegen,
die Ernährung (gärende Fruchtsäfte) keine Schwierigkeiten
 verursacht und die Vermehrung eine sehr günstige
ist. Der ganze Lebenszyklus einer größeren Individuengruppe
 läuft anstandslos in einer mit einem Wattepfropf
verschlossenen Milchflasche oder einem ähnlichen Behälter
 ab. Erst spät wurden, an Stelle der anfänglichen
improvisierten Unterbringung, besondere praktische Kulturgefäße
 geschaffen. Außerdem war sie, wenn man sich
so ausdrücken darf, mutationsfreudig. Im Verlauf von
einigen Jahren waren ein paar Hunderte von Mutationen
aufgetreten. Das war das gegebene ideale Material, um
die Mendelschen Gesetze zu überprüfen und dem 
 näherzutreten.
Auf breitester Basis konnte  mit diesem Material
 die Richtigkeit der  Gesetze bestätigen.
Aber es zeigten sich gelegentlich auch aufregende, bestürzende
 Ausnahmen, die jedoch in der Gesetzmäßigkeit,
mit der sie immer wiederkehrten, anzeigten, daß ihnen ein
besonderer Mechanismus zugrunde liegen mußte. Waren
das nun außermendelsche Verhältnisse, ging neben dem
            
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