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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

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Die Jahressitzung 1950.

seinen „Hausberg“, die hinter seiner Villa aufragende
„Kathrin“, besteigen ließ.

Sein reiches Gemüt freute sich an allem Schönen in
Natur und Kunst. Seiner musikalischen Neigungen ist
schon gedacht worden. An einigen wertvollen alten Meistern
 im Familienbesitz geschult, hatte er einen guten
Blick für Bilder. Sein Interesse für Kunsthandwerk und
Volkskunde zeigt sich in seiner Sammlung von hölzernen
Lebzelt-Modeln und von Schmiedeeisernen Votivfiguren
aus den Alpenländern. Auch für die sogenannten okkulten
 Phänomene interessierte er sich, allerdings durchaus
vom Standpunkte des Skeptikers aus. Seine Teilnahme
an der Prüfung des „Mediums“   im Jahre
1923, die für das Medium sehr ungünstig ausfiel, brachte
seinen Namen in alle Zeitungen und trug ihm heftige
Angriffe seitens der okkultistischen Kreise ein. Im Gespräch
 war er stets anregend, welche Fragen auch immer
behandelt wurden, wobei oft sein erquickender Humor
und Witz zum Durchbruch kamen.
So war   nichts weniger als ein einseitiger
Spezialist, dem seine Wissenschaft zum Handwerk wird,
sondern, wie sein Lehrer   eine allseitig ausgebildete
 Persönlichkeit und ein Naturforscher im wahrsten
Sinn des Wortes, mit dem Blick aufs Ganze. Und so ist
mit ihm ein Vertreter eines Typus dahingegangen, der
in unserer Zeit immer seltener zu werden droht.

 

  
Am 15. Februar 1950 — kurz nach Vollendung seines
72. Lebensjahrs — ist in  bei  der emeri-
            
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