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Full text : Almanach Jahrgang 100.1950

Nachrufe.

31.

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nehmheit, wie wenige je im Dienste der Wissenschaft
standen.
Sein Lebensabend war durch manche Sorge und manches
 Leid getrübt. Mehr als aus direkten Äußerungen
von ihm zu entnehmen war, lag ihm die Zukunft seiner
Lehrkanzel am Herzen; aber gerade von Seite der Universität,
 der er ein Lebensalter hindurch in treuester
Anhänglichkeit ergeben war, in der er immer nur eine
Pflegestätte reinster und höchster Wissenschaft sah,
wurde in der Zeit des „Führerprinzips“ sein Wunsch, der
mit jenem der fachlichen Berufungskommission und der
Fakultät übereinstimmte, zurückgewiesen. Das Ehrenmitglied
 unserer‘: Akademie    hat 1930 in
seinem Nachruf auf   gesagt, „daß das
Vorschlagsrecht neben der Freiheit der Lehre und Forschung
 die Grundlage für das Gedeihen unserer Hoch-Schulen
 bildet, von einsichtigen Unterrichtsverwaltungen
einstens gewährt und seither stets geachtet, von Professoren
 nur dann verletzt, wenn sie die Lebensbedingungen
ihres Standes gänzlich verkannten, also für die Hochschule
 wie für die Behörde, die über deren Wohl und
Wehe zu wachen hat, einen gleich zweifelhaften Gewinn
bedeuten“. Das gilt auch für diesen Fall.
Schatz hat darauf die Beziehungen zur Universität
gelöst und war auch später nicht mehr zu bewegen, sie
wieder aufzunehmen und eine Lehrtätigkeit als Honorarprofessor
 oder in anderer Form zu übernehmen. Die
Ehrung, die ihm Kollegen und Schüler durch Überreichung
 einer Festgabe zum 75. Geburtstage erwiesen, hat
ihn gefreut, vermochte aber nicht, eine Änderung in
seinem Verhalten herbeizuführen.
Nach dem Ende des Weltkrieges schlug der Blitz
            
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